Die Ertzaintza hat in der Nacht zum Sonntag, 30. August 2026, in Bilbao 14 Personen wegen Störung der öffentlichen Ordnung festgenommen. Nach Angaben der Polizei ereigneten sich die Vorfälle im Stadtteil Abando und standen zeitlich mit den Abschlussfeierlichkeiten der Aste Nagusia in der Stadt zusammen. Mehrere Einsatzkräfte mussten mit Prellungen und Schnittverletzungen behandelt werden, nachdem aus einer Menschenmenge Flaschen und weitere Gegenstände auf sie geworfen worden waren.
Der erste Einsatz begann gegen 5.20 Uhr nach einem Notruf zu einer Schlägerei. Am Ort trafen die Beamtinnen und Beamten auf eine Gruppe von schätzungsweise 200 Personen, aus der heraus der Bewurf begann. Die Einsatzkräfte zogen sich zunächst zusammen, um sich zu schützen, und setzten anschließend Mittel der Bereitschaftspolizei ein, um die Situation zu beruhigen. In diesem Zusammenhang wurden zwölf Verdächtige festgenommen. Ein zweiter, räumlich getrennter Zwischenfall im Viertel führte zu zwei weiteren Festnahmen. Insgesamt handelt es sich um fünf Minderjährige und neun Erwachsene.
Das Departamento de Seguridad des baskischen Regierungssitzes verurteilte die Angriffe auf Polizeikräfte. Die Polizei ordnet die Festnahmen ausdrücklich den Delikten der Störung der öffentlichen Ordnung zu. Angaben zu Motivlagen der Angreifer liegen bislang nicht vor. Ermittlungen der Ertzaintza dauern an; die Verdächtigen gelten bis zu einer möglichen Verurteilung als unschuldig.
Die Vorfälle fielen mit dem letzten Abend der Aste Nagusia in Bilbao zusammen, die nach städtischen Angaben in diesem Jahr besonders viele Besucher anzog. Nach übereinstimmenden Berichten lokaler Medien, darunter Europa Press und Cadena SER, wurden neben den Verletzungen von Polizistinnen und Polizisten auch Schäden an Einsatzfahrzeugen registriert. Die städtische Policía Municipal unterstützte parallel die Sicherheitsmaßnahmen in weiteren Bereichen des Festgeländes.
Der Einsatz verdeutlicht die sicherheitspolitische Herausforderung, große Menschenansammlungen am Ende mehrtägiger Stadtfeste zu begleiten. Ob aus den Festnahmen weitergehende strafrechtliche Konsequenzen resultieren, hängt von den laufenden Ermittlungen und der staatsanwaltschaftlichen Bewertung ab. Weitere Angaben zu den einzelnen Tatabläufen will die Ertzaintza nach Auswertung von Videoaufnahmen und Zeugenaussagen vorlegen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).