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Compromís-Sumar verlangt im Congreso Aufklärung über rechte Bürgerpatrouillen in Valencia

Der Abgeordnete Alberto Ibáñez hat dem Ministerio del Interior eine schriftliche Anfrage zu den als „Ángeles de la noche“ auftretenden Patrouillen in Valencia vorgelegt und mögliche Sanktionen prüfen lassen.

Die Parlamentsgruppe Compromís-Sumar hat am 25. August 2026 im Congreso de los Diputados eine schriftliche Anfrage an das Ministerio del Interior eingereicht. Der Abgeordnete Alberto Ibáñez verlangt Aufklärung über Auftreten, Struktur und mögliche Straftatbestände der als „Ángeles de la noche“ firmierenden rechten Bürgerpatrouillen in Valencia sowie Auskunft darüber, ob bereits gegen die Imitation amtlicher Uniformen vorgegangen wurde. Laut Ibáñez schüchtern die Gruppen insbesondere Migrantinnen und Migranten ein; die Policía Nacional beobachte die Aktivitäten.

Hintergrund sind übereinstimmende Berichte spanischer Medien, wonach die „Ángeles de la noche“ in dunkler Kleidung und mit reflektierenden Westen auftreten, Nachbarschaftswachsamkeit reklamieren und in mehreren Vierteln operieren, darunter Strandzonen wie La Malvarrosa. Nach diesen Darstellungen bestehen personelle Verbindungen zur rechtsextremen Formation España 2000, die am 24. August 2026 eine Eigenverlautbarung zu nächtlichen „Patrouillen gegen Unsicherheit“ veröffentlicht hat. Belege für eine institutionelle Einbindung in staatliche Sicherheitsstrukturen gibt es nicht.

Compromís-Sumar verweist in der Anfrage auf kriminalstatistische Register, die in einigen der betroffenen Zonen einen Rückgang leichter Delikte um 22 Prozent ausweisen. Die Fraktion betont, dieser Befund rechtfertige keinerlei private Selbstermächtigung: Entscheidend sei, ob es sich um organisierte Einschüchterung unter politischem Vorzeichen handele. In den Medienberichten werden zudem offene Fragen benannt, ob durch die Gruppen Straftatbestände wie das unbefugte Führen hoheitlich anmutender Kennzeichen, Nötigung oder Störung der öffentlichen Ordnung erfüllt sein könnten. Eine förmliche Einstufung oder Verbotsverfügung liegt bislang nicht vor; die Policía Nacional hat nach den Recherchen die Szene in Valencia unter Beobachtung gestellt.

Politisch richtet sich die Initiative auch an die Zuständigkeitsordnung zwischen staatlicher Policía Nacional, der Policía Local und dem Ayuntamiento de València: Gefragt wird, welche Koordinations- und Präventionsschritte greifen und ob bereits Bußgelder oder strafrechtliche Ermittlungen wegen der Nachahmung offizieller Uniformelemente eingeleitet wurden. Zudem will Compromís-Sumar wissen, wie das Ministerio del Interior gegen mögliche Parallelstrukturen vorgehen will, die das Gewaltmonopol des Staates infrage stellen.

Die Regierung muss die Fragen fristgerecht schriftlich beantworten. Öffentliche Ankündigungen zu konkreten Maßnahmen liegen derzeit nicht vor. Etwaige weitere Schritte hängen von den Antworten des Ministeriums und den laufenden Prüfungen der Sicherheitsbehörden ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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