Die Regionalregierung von Castilla-La Mancha hat am 31. August 2026 im Diario Oficial de Castilla-La Mancha (DOCM) eine neue Förderrichtlinie zur Vorbeugung von Schäden durch Wildkaninchen an landwirtschaftlichen Kulturen bekannt gemacht. Demnach beginnt die Antragsfrist am 1. September 2026 und läuft bis zum 30. September 2026.
Vorgesehen ist ein Gesamtbudget von 2 Millionen Euro. Bezuschusst werden bis zu 70 Prozent der förderfähigen Ausgaben; die maximale beantragbare Summe beträgt 14.500 Euro pro Antrag, wovon bis zu 10.150 Euro als Zuschuss gewährt werden können. Zur Beschleunigung der Umsetzung ist ein automatischer Vorschuss von 50 Prozent vorgesehen, der ohne Avale ausgezahlt wird. Die Maßnahme erfolgt im De-minimis-Regime.
Gefördert werden drei Arten präventiver Arbeiten: die Installation von Zäunen mit engmaschigem Drahtgeflecht für Kaninchen, der Einsatz einzelner Pflanzenschutzvorrichtungen sowie das Entfernen von Majanos (Steinhaufen), die den Tieren als Deckung dienen. Antragsberechtigt sind natürliche Personen, Unternehmen und Gemeinschaften von Gütern mit landwirtschaftlich genutzten Flächen, die im regionalen Register der Betriebe eingetragen sind und ihren steuerlichen Verpflichtungen nachkommen. Welche Gebiete als comarcas de emergencia cinegética eingestuft sind und damit von der Förderung erfasst werden, ergibt sich aus der im DOCM veröffentlichten Regelung (Orden 122/2026) und den nachfolgenden Verwaltungsschritten.
Zuständig für Veröffentlichung, Prüfung und Bewilligung ist die Regionalverwaltung; die DOCM-Veröffentlichung legt Antragsunterlagen, Fristen und Nachweispflichten fest. Nach der Bewilligung erfolgt die Restzahlung gegen geeignete Belege über die Durchführung der Maßnahmen. Die Zuschüsse sind damit als präventive Investitionshilfe angelegt und ersetzen keine Ernteausfälle; parallel hatte die Junta beim Versicherer Agroseguro für eine erweiterte Deckung von Kaninchenschäden geworben, um die Risikovorsorge der Betriebe zu ergänzen.
Hintergrund ist die in weiten Teilen der Region anhaltend hohe Dichte von Wildkaninchen und die damit verbundenen Ernteschäden. Die Junta hatte in den vergangenen Monaten zusätzliche Eingriffe angekündigt, um den Druck auf besonders betroffene Kulturen zu mindern. Landwirtschaftsverbände verlangen darüber hinaus weitergehende Maßnahmen. Der Verband Asaja hat vor diesem Kontext zu einer Mobilisierung am 6. Oktober in Toledo aufgerufen. Mit den jetzt startenden Zuschüssen setzt die Regionalregierung vor allem auf kurzfristig umsetzbare Schutzmaßnahmen auf den Feldern, während über die Abgrenzung der Fördergebiete und die beihilferechtlichen Rahmenbedingungen das DOCM Auskunft gibt.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).