Im Naturpark Devesa de El Saler bei València ist am Donnerstagmittag ein Waldbrand ausgebrochen, der vorsorglich den Ort El Saler, mehrere Campingplätze und den Bereich der Torre 1 räumen ließ. Die Flammen griffen rasch auf Dünen- und Waldflächen über. Nach Behördenangaben waren zuletzt rund 37 Hektar betroffen. Die Verbindungsstraße CV-500 blieb am Freitag weiterhin gesperrt, um den Einsatz zu sichern und Rückstaus in den Evakuierungszonen zu vermeiden.
Zur Brandursache liegen erste Erkenntnisse vor. Die Delegierte der spanischen Regierung in der Comunitat Valenciana, Pilar Bernabé, erklärte am Freitag, dass das Umweltschutzdezernat der Guardia Civil (Seprona) zusammen mit einem Ermittlerteam der Generalitat Valenciana an der mutmaßlichen Entstehungsstelle natürliche Ursachen ausgeschlossen habe. Es habe weder Gewitter noch den Einsatz von Maschinen gegeben; vielmehr sei ein unmittelbarer Flammeneintrag festgestellt worden. Demnach bestehe der Verdacht auf ein vorsätzliches oder zumindest fahrlässiges Auslösen des Feuers, etwa durch eine weggeworfene Zigarette oder einen absichtlich gesetzten Zündfunken. Eine endgültige strafrechtliche Bewertung steht aus.
Seprona führt die Untersuchung gemeinsam mit der Lokalpolizei und der Guardia Civil fort. Auswertungen von Überwachungskameras sowie forensische Spuren sollen helfen, die genaue Ursache zu bestimmen und mögliche Verantwortliche zu identifizieren. Die Stadt València kündigte an, bei der Aufklärung eng mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten.
Parallel laufen die Löscharbeiten mit Kräften am Boden und aus der Luft weiter. Neben den regionalen Feuerwehren wurde am Donnerstagabend die Unidad Militar de Emergencias zur Unterstützung hinzugezogen. Die Einsatzleitung passt die Strategie an wechselnde Winde an, um ein Überspringen der Flammen auf weitere Pinien- und Buschbestände zu verhindern.
Die Behörden betonten, dass die Evakuierten erst zurückkehren dürfen, wenn das Feuer als stabilisiert gilt. Für Betroffene wurden Anlaufstellen eingerichtet; das Rote Kreuz unterstützt die Versorgung. Fachleute prüfen die ökologischen Folgen für die geschützten Dünen- und Feuchtgebiete der Devesa sowie mögliche Schäden an Infrastruktur.
Der aktuelle Anlass sind die am Freitag bekannt gegebenen Ermittlungsergebnisse zu den Brandursachen und die fortdauernden Einschränkungen rund um El Saler. Angaben zu betroffenen Flächen, Evakuierungen und Straßensperrungen beruhen auf offiziellen Mitteilungen der Einsatz- und Polizeibehörden; Aussagen zum möglichen Vorsatz sind den zuständigen Stellen zugeschrieben und bleiben bis zum Abschluss der Untersuchung vorläufig.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).