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Bauern demonstrieren am 28. Oktober in Madrid mit Traktoren

Die Verbände ASAJA, COAG und Unión de Uniones mobilisieren am Mittwoch, 28. Oktober 2026, zu einer landesweiten Tractorada in Madrid. Start ist um 11 Uhr an der Puerta de Alcalá, Ziel ist das Ministerium…

Für Mittwoch, den 28. Oktober 2026, haben die Verbände ASAJA, COAG und Unión de Uniones eine landesweite Tractorada in Madrid angekündigt. Die Demonstration beginnt um 11.00 Uhr an der Puerta de Alcalá und soll vor dem Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung enden. Unter dem Motto „Dar de comer tiene que dar para vivir“ wollen die Organisatoren auf nach eigener Darstellung untragbare Kostenbelastungen und mangelnde Rentabilität im Landwirtschaftssektor aufmerksam machen.

Nach Verbandsangaben reisen Landwirtinnen und Landwirte aus zahlreichen Autonomen Gemeinschaften an. Regionale Sektionen in Andalusien, Kastilien und León, Murcia und anderen Regionen haben zur Teilnahme aufgerufen. Die Organisatoren sprechen von einer friedlichen Protestform, bei der Traktoren die zentrale Rolle der Primärproduktion in Spanien sichtbar machen sollen. Konkrete behördliche Teilnehmerzahlen lagen bis Redaktionsschluss nicht vor.

Inhaltlich fordern die Verbände kurzfristige Entlastungen bei Energie-, Diesel- und Düngerkosten, wirksame Kontrollen gegen unlautere Handelspraktiken entlang der Wertschöpfungskette, eine faire Preisbildung, verlässliche und rechtssichere Agrarförderungen im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik sowie gezielte Instrumente zur Existenzsicherung in strukturschwachen ländlichen Gebieten. Auch die Förderung von Hofnachfolgen und der Einstieg junger Landwirtinnen und Landwirte gehören zu den Prioritäten.

Nicht alle großen Organisationen schließen sich der Aktion an. Die Unión de Pequeños Agricultores y Ganaderos (UPA) hat nach eigenen Mitteilungen erklärt, die landesweite Protestform am 28. Oktober nicht mitzutragen und stattdessen auf einen eigenen Mobilisierungskalender zu setzen. ASAJA, COAG und Unión de Uniones bekräftigen hingegen, dass der Druck auf die Politik erhöht werden müsse, um rasche Antworten der Regierung Spaniens zu erzwingen.

Die Tractorada steht vor dem Hintergrund anhaltender Konfliktlinien zwischen Produzenten, Handel und Politik über Kosten, Einnahmen und Wettbewerbsbedingungen. Seit Monaten kritisieren Bauernvertreter den Abstand zwischen Erzeugerpreisen und Endverbraucherpreisen sowie aus ihrer Sicht unzureichende Durchsetzung bestehender Regeln gegen den Verkauf unter Einstandskosten. Zugleich verweisen sie auf zusätzliche Auflagen, die Betriebe finanziell und organisatorisch belasten würden, ohne für ausreichende Kompensation zu sorgen.

Die Verbände verweisen für Ablauf und Eckdaten der Kundgebung auf ihre aktuellen Mitteilungen aus dem Oktober 2026. Änderungen der Route oder der Zeiten sind abhängig von den behördlichen Auflagen möglich. Eine Kundgebung vor dem Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung bildet den geplanten Schlusspunkt der Demonstration.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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