Das Sicherheitsressort der baskischen Regierung hat Übergriffe auf Einsatzkräfte der Ertzaintza und der Policía Municipal in Bilbao scharf verurteilt. Nach der letzten Nacht des Volksfests Aste Nagusia in den frühen Stunden des Sonntags rief das Ressort die Gesellschaft dazu auf, Verhaltensweisen zurückzuweisen, die Sicherheit und Zusammenleben gefährden, und Respektlosigkeit sowie Gewalt gegen jene nicht zu normalisieren, die für die Sicherheit der Bevölkerung arbeiten.
Nach Polizeiangaben kam es in der Nacht zu mehreren Einsätzen im Stadtgebiet. Die Ertzaintza meldete 14 Festnahmen wegen des Verdachts auf Straftaten im Zusammenhang mit öffentlichen Störungen. Mindestens in einem Einsatz arbeiteten Ertzaintza und Policía Municipal eng zusammen. Angaben zu Verletzten oder zu den einzelnen Tatvorwürfen lagen aus den Kurzmitteilungen der Behörden zunächst nicht vor.
Die Verurteilung durch das Sicherheitsressort bettet sich in eine breitere Polizeilage während der Festtage ein. Die Ertzaintza hatte in den zurückliegenden Nächten wiederholt zusätzliche Kräfte in Bilbao eingesetzt, um große Besucherströme zu lenken und Störungen zu unterbinden. Für die Nacht zum Sonntag berichteten regionale Medien übereinstimmend von Zwischenfällen, die zu den genannten Festnahmen führten. Offizielle Stellen verwiesen zugleich darauf, dass Ermittlungen und interne Auswertungen der Einsätze andauern.
Reaktionen aus den Reihen der Sicherheitskräfte folgten umgehend. Die Gewerkschaft Esan verurteilte die Angriffe auf Beamtinnen und Beamte und forderte eine klare Null-Toleranz-Linie gegenüber Übergriffen. Dabei unterstrichen Vertreter der Berufsgruppen, dass konsequente Strafverfolgung und sichtbare Präsenz in der Hochphase großer Veranstaltungen zusammengehören, um Risiken für Einsatzkräfte und Feiernde zu begrenzen. Konkrete organisatorische Anpassungen für künftige Lagen wurden von offizieller Seite am Sonntag nicht genannt.
Aste Nagusia zählt zu den größten städtischen Festen in Spanien und zieht alljährlich über mehrere Tage hinweg zehntausende Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt von Bilbao. Die Behörden hatten im Vorfeld zusätzliche Sicherheits- und Verkehrsmaßnahmen angekündigt. Nach dem Ende der diesjährigen Ausgabe richtet sich der Blick der Verantwortlichen nun auf die Aufarbeitung der Vorkommnisse in der Schlussnacht. Das Sicherheitsressort bekräftigte dabei seinen Appell an die Öffentlichkeit, Gewalt gegen Einsatzkräfte nicht hinzunehmen und Hinweise konsequent zu melden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).