Wirtschaft

Banco de España kündigt 10. Mittelmeer-Konferenz der Zentralbanken in Roda de Berà an

Die spanische Notenbank richtet am 2. Oktober 2026 in Roda de Berà die 10. Konferenz der Zentralbanken des Mittelmeerraums aus. Im Mittelpunkt stehen digitale Währungen, grenzüberschreitende Zahlungen und Reservemanagement; angekündigt sind Führungskräfte aus 13…

Der Banco de España richtet am 2. Oktober 2026 in Roda de Berà (Provinz Tarragona) die 10. Konferenz der Zentralbanken des Mittelmeerraums aus. Das teilte die spanische Notenbank am 1. Oktober 2026 mit. Das Leitthema lautet „Digital currencies, payments and reserve management: implications for the Mediterranean Central Banks“. Erwartet werden Gouverneure, Vizegouverneure und weitere Führungskräfte von Zentralbanken aus 13 Ländern sowie Vertreter der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, des Instituto Europeo del Mediterráneo und multilateraler Einrichtungen.

Vorgesehen ist eine Eröffnungsrede von José Luis Escrivá, Gouverneur des Banco de España, am 2. Oktober um 9.15 Uhr. Die Arbeitsabschnitte widmen sich drei Schwerpunkten: der Ausgestaltung und Governance digitaler Zentralbankwährungen, der Effizienz und Widerstandsfähigkeit grenzüberschreitender Zahlungen sowie den Folgen veränderter internationaler Währungs- und Reservestrukturen für Zentralbanken im Mittelmeerraum.

Nach Angaben des Gastgebers bringt das Treffen akademische Forscher, Vertreter nationaler Zentralbanken und Repräsentanten von Finanzsektorinstitutionen zusammen. Die Konferenz setzt eine seit 2014 bestehende Reihe fort, die den fachlichen Dialog zwischen Notenbanken der euro-mediterranen Region vertiefen soll. Orte und Themenschwerpunkte wechselten in den vergangenen Jahren; 2026 übernimmt der Banco de España die Rolle des Gastgebers und Koordinators. Damit verantwortet er die inhaltliche Rahmensetzung und die Abstimmung des Programms mit den teilnehmenden Institutionen.

Die gewählten Schwerpunkte betreffen Kernaufgaben von Notenbanken: Zahlungssysteme, die Versorgung mit sicherem Zentralbankgeld und das Management von Auslandsreserven. Im Mittelmeerraum, wo eine Vielzahl von Zentralbanken in engem Handels- und Kapitalaustausch steht, sind robuste Verfahren für grenzüberschreitende Zahlungen sowie belastbare Regeln für die Interaktion zwischen öffentlicher Infrastruktur und privatem Finanzsektor besonders relevant. Vertreter von OECD, Instituto Europeo del Mediterráneo und multilateralen Einrichtungen bringen hierfür Vergleichsperspektiven und Praxisbeispiele in den Fachdialog ein.

Für Spanien ist die Tagung in zweierlei Hinsicht bedeutsam: Zum einen bietet sie ein Forum, um Positionen zu digitalen Währungen und Zahlungssystemen in einen regionalen Fachdiskurs einzubringen. Zum anderen ermöglicht sie eine Abstimmung über Anforderungen an Resilienz und Reservemanagement vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen. Solche Konferenzen zielen nicht auf bindende Beschlüsse, sondern auf Informationsaustausch, die Annäherung an gemeinsame Standards und die Vorbereitung bilateraler Kooperationen. Termine, Inhalte und Teilnehmerkreise beruhen auf der Mitteilung des Banco de España vom 1. Oktober 2026. Einschätzungen zu Zielen und möglichem Verlauf der Debatten sind als Einordnung des Formats zu verstehen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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