Wirtschaft

Banco de España richtet EFF-Konferenz aus: Vermögen und Erwartungen im Fokus (3.–4. September 2026)

Die spanische Notenbank lädt für den 3. und 4. September 2026 nach Madrid zur Konferenz „The EFF: More than 20 Years of Research Experience and the Way Forward“. Anlass ist die Rolle der Encuesta…

Der Banco de España richtet am 3. September 2026 und 4. September 2026 in Madrid die internationale Konferenz „The EFF: More than 20 Years of Research Experience and the Way Forward“ aus. Die Veranstaltung bilanzierte nach Angaben des Veranstalters die Forschung mit der Encuesta Financiera de las Familias (EFF) und skizziert künftige Anwendungsmöglichkeiten. Die Teilnahme ist nur auf Einladung möglich; die Registrierung muss bis zum 31. August 2026 erfolgen. Der Hinweis ging am 24. August 2026 online.

Die EFF ist die spanische Haushaltsbefragung zu Vermögen, Verbindlichkeiten, Einkommen und Erwartungen privater Haushalte und wird seit mehr als zwei Jahrzehnten unter Federführung des Banco de España erhoben. Sie dient als Referenz für wissenschaftliche Arbeiten und fließt in die evidenzbasierte Politikberatung ein. Im europäischen Kontext ist sie mit dem Eurosystem vernetzt, das vergleichbare haushaltsbezogene Finanzdaten anstrebt. Im nationalen Statistikprogramm ist die Erhebung im Inventar des Instituto Nacional de Estadística (INE) geführt.

Laut Programm setzt die Konferenz zwei Schwerpunkte. Erstens stehen Arbeiten zur Vermögensverteilung im Mittelpunkt, insbesondere zu Effekten der Wohnungspolitik, zur Rolle finanzieller Bildung und zur Heterogenität von Anlageerträgen. Zweitens werden Analysen zur Bildung von Haushaltserwartungen über Einkommen und Inflation sowie deren Auswirkungen auf Konsum, Vermögen und Erwerbseinkommen vorgestellt. Zum Abschluss ist eine Podiumsdiskussion vorgesehen, in der Datenproduzenten, Forschende und politische Entscheidungsträger Nutzen und Grenzen der EFF für praktische Anwendungen abwägen.

Die Themenwahl reflektiert aktuelle wirtschaftspolitische Debatten in Spanien: gestiegene Zinsen und Lebenshaltungskosten lenken den Blick auf die Verteilung finanzieller Puffer in den Haushalten; zugleich prägen Erwartungen über künftige Einkommen und Preise Konsum- und Investitionsentscheidungen. Die EFF wird dabei genutzt, um Unterschiede zwischen Alterskohorten, Einkommensgruppen und Wohnstatus präziser zu erfassen und Belastungsproben – etwa bei Hypothekenschulden – differenziert zu quantifizieren. Welche Schlussfolgerungen sich daraus für Regulierung, Wohnungspolitik oder Finanzbildung ziehen lassen, hängt von den präsentierten Einzelergebnissen ab und bleibt deren Auswertung vorbehalten.

Mit der Konferenz setzt der Banco de España an den langjährigen Publikationserfahrungen der EFF an und bündelt Forschung, amtliche Statistik und Politikperspektiven in einem Format. Konkrete Beiträge und Teilnehmende nennt der Veranstalter im Programm; weitergehende Bewertungen werden erst nach der Tagung möglich sein.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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