Die Präsidentin der Comunidad de Madrid, Isabel Díaz Ayuso, hat ihr Kabinett am Donnerstag in der Residenz Santillana in Manzanares el Real, bekannt als La Casita, zu einer Arbeitssitzung zusammengezogen. Nach übereinstimmenden Berichten diente das vierte Treffen dieser Art in diesem Jahr der abschließenden Abstimmung über die Presupuestos 2027 und der Vorbereitung der Linie für die Debatte zur Lage der Region, die am 10. und 11. September in der Asamblea de Madrid angesetzt ist.
Im Mittelpunkt standen finanz- und haushaltspolitische Weichenstellungen. Die Regionalregierung arbeitet daran, den Haushaltsentwurf Ende Oktober vorzulegen, damit er – nach Verabschiedung in der Asamblea de Madrid – zum 1. Januar 2027 in Kraft treten kann. Bestandteil der Beratungen war auch die angekündigte Absenkung des IRPF um einen halben Prozentpunkt, die nach Regierungsangaben für 2027 vorgesehen ist. Zudem beriet das Team um Ayuso, wie das vom spanischen Finanzministerium skizzierte modelo de financiación der Autonomen Gemeinschaften in den regionalen Zahlen zu berücksichtigen ist. Dieses Thema wird bereits am Freitag auf nationaler Ebene im Consejo de Política Fiscal y Financiera aufgegriffen.
Neben den fiskalischen Punkten kamen operative Themen auf die Tagesordnung, darunter der Wiederaufbauplan für die Sierra Oeste nach den schweren Waldbränden in diesem Sommer. Aus Regierungskreisen hieß es, die Klausur solle technische Details bündeln und eine einheitliche Position für die anstehenden Entscheidungen festzurren. Die Einstufung des Budgets als „historisch“ ist eine politische Bewertung der Regionalregierung; Oppositionsfraktionen kündigten an, den Entwurf insbesondere bei Einnahmenannahmen und Ausgabenschwerpunkten zu prüfen.
Der politische Kontext begleitet die Haushaltsarbeit: In Madrid laufen derzeit Debatten über eine Immobilienangelegenheit im Umfeld der Regionalregierung. Aussagen dazu sind strittig und bleiben Gegenstand der Auseinandersetzung im Parlament und in den Medien; direkte Auswirkungen auf den Entwurf der Presupuestos 2027 wurden von der Regierung nicht benannt.
Die Zusammenkünfte in La Casita gelten als internes Arbeitsformat des regionalen Exekutivs. Nach bisheriger Praxis nutzt die Comunidad de Madrid diese Termine, um zu Beginn politischer Etappen Schwerpunkte zu setzen und Gesetzesinitiativen vorzubereiten. Für die Debatte zur Lage der Region kommende Woche kündigte die Regierung an, Vorhaben für das letzte Jahr der Legislatur zu skizzieren, darunter Investitionen in öffentliche Dienste und Maßnahmen mit Haushaltswirkung, deren Details mit dem Gesetzentwurf im Herbst vorgelegt werden sollen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).