Der Regierungssprecher der autonomen Gemeinschaft Asturien, Guillermo Peláez, hat am 3. September in Oviedo die Entscheidung des Principado bekräftigt, das von Duro Felguera gehaltene Werk in Barros zu kaufen, um dort die Ansiedlung des Technologiekonzerns Indra zu ermöglichen. Die Operation sei vorteilhaft für Asturien und werde „sehr bald“ formalisiert, sagte Peláez. Konkrete Vertragsdetails stellte er erst nach Abschluss der Vereinbarungen in Aussicht und verwies auf Vertraulichkeitspflichten.
Die Regierung begründet den geplanten Erwerb damit, eine zuletzt festgefahrene Verhandlungslage aufzulösen. Indra hatte Interesse an den Hallen in Barros signalisiert, kam mit Duro Felguera jedoch nicht über den Kaufpreis überein und prüfte daher Alternativen. Mit dem Einstieg des Principado als Käufer soll der Standort in Langreo gesichert werden. Regierungschef Adrián Barbón hatte bereits in den Vortagen den politischen Willen bekräftigt, die industrielle Investition für Asturien zu gewinnen.
Peláez sprach von einem industriepolitisch sinnvollen Schritt, der Kapazitäten und Beschäftigung im Raum Langreo stärken könne. Konkrete Zusagen zu Umfang, Zeitplan oder Arbeitsplatzwirkungen nannte er nicht. Unklar blieb am Donnerstag auch der Kaufpreis sowie die künftige vertragliche Ausgestaltung zwischen dem Principado und Indra, etwa in Form von Miete oder Nutzungsauflagen. Nach Darstellung aus Regierungskreisen sollen diese Punkte mit Abschluss der Transaktion veröffentlicht werden.
Oppositionsparteien im asturischen Parlament fordern unterdessen Transparenz bei der Bewertung der Immobilie, bei der Verwendung öffentlicher Mittel und bei etwaigen Garantien für lokale Beschäftigung und Lieferketten. Sie verweisen auf die Verantwortung des Principado, Marktpreise einzuhalten und Risiken für den Landeshaushalt klar zu benennen. Vertreter von Duro Felguera haben die Verständigung über den Verkauf als Ergebnis von Gesprächen und Verhandlungen gewürdigt.
Die Einordnung ist zweigeteilt: Einerseits könnte ein zügiger Abschluss Planungssicherheit für Indra schaffen und die industrielle Achse der cuenca del Nalón stärken. Andererseits bleiben fiskalische und politische Fragen offen, solange weder Kaufpreis noch Verpflichtungen der beteiligten Unternehmen öffentlich sind. Die Regierung betont den strategischen Nutzen; belastbare Zahlen und rechtsverbindliche Zusagen stehen noch aus. Mit den Äußerungen von Peláez liegt nun der bislang deutlichste Hinweis vor, dass die Transaktion zeitnah finalisiert werden soll. Ob und in welcher Form Indra anschließend in Barros produziert, hängt von den endgültigen Vereinbarungen ab.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).