Wirtschaft

ASEDAS rechnet zum Ferienende mit starkem Plus bei Hülsenfrüchten und Wintergemüse

Spaniens Supermarktverband ASEDAS erwartet zur „Operación Despensa“ Ende August/Anfang September deutliche Nachfrageanstiege bei Hülsenfrüchten, Wintergemüse, Kartoffeln und Öl – und stellt die Logistik auf einen kurzfristigen Peak ein.

Der spanische Handelsverband ASEDAS prognostiziert zum Ende der Sommerferien und mit Beginn des Schul- und Arbeitsjahres einen spürbaren Nachfrageanstieg in Supermärkten. Die als „Operación Despensa“ bekannte Phase werde Ende August und im September in Spanien insbesondere den Absatz von Hülsenfrüchten, Wintergemüse, Kartoffeln und Öl antreiben, teilte der Verband am 26. August mit.

Nach den von ASEDAS veröffentlichten Vergleichsdaten aus den Vorjahren steigen die Verkäufe von Hülsenfrüchten im September typischerweise um rund 36 Prozent gegenüber den Sommermonaten. Wintergemüse – vor allem Kohlsorten – verzeichnen demnach Zuwächse von bis zu 50 Prozent. Für Kartoffeln erwartet der Verband ein Plus von etwa 15 Prozent. Bei Öl kalkuliert ASEDAS insgesamt mit einem moderaten Zuwachs von rund 2 Prozent; bei einzelnen Sorten wie Sonnenblumenöl könne die Dynamik höher ausfallen. Es handelt sich um Prognosen auf Basis interner Panels und saisonaler Muster, nicht um amtliche Statistiken.

Für den Handel bedeutet die Rückkehr vieler Haushalte in die Städte einen planbaren, aber intensiven Logistikschub. ASEDAS verweist auf zusätzliche Schichten in Logistikzentren, engere Bestellzyklen und gezieltes Regalmanagement, um die Nachfrageverschiebung vom Ferien- zum Alltagskonsum abzufedern. Die rund 20.000 Verkaufsstellen der angeschlossenen Ketten müssten abgestimmt reagieren, um Versorgungslücken zu vermeiden und Verderb zu begrenzen.

Die „Operación Despensa“ steht laut Verband für einen Wechsel von eher informellen Ferienmahlzeiten zu wieder stärker zuhause zubereiteten Speisen. Das begünstigt lagerfähige Grundnahrungsmittel und saisonale Frische, etwa Eintöpfe mit Hülsenfrüchten und Gemüse. Handelsbeobachter sehen in dem Muster zugleich einen Testfall für die Lieferkettenresilienz: Kurzfristige Peaks erfordern präzise Disposition, stabile Kühlketten und enges Zusammenspiel zwischen Zentrallager und Filiale.

Verbrauchervereine mahnen in diesem Kontext regelmäßig zu Preisvergleichen und bedarfsgerechtem Einkauf, um Verschwendung zu vermeiden. ASEDAS betont, dass die Preisentwicklung einzelner Warengruppen von Ernteergebnissen und globalen Rohstoffmärkten abhängt; gesicherte Aussagen dazu lassen sich vor dem Stichtag nicht treffen. Die nun veröffentlichten Zahlen sind daher als Orientierung für den erwartbaren Verlauf in Spanien zu verstehen, nicht als Garantie. Der Verband kündigte an, die Entwicklung nach Abschluss der „Operación Despensa“ auszuwerten und Anpassungen in der Logistik für die kommenden Jahre abzuleiten.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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