Politik

Arbeitslosigkeit in Spanien steigt im August um 44.419 auf 2.355.918

Das Ministerium für Arbeit und Soziales meldet am 2. September 2026 den niedrigsten Augustwert seit 2007 trotz eines Monatsanstiegs; im Jahresvergleich sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 70.593.

Die registrierte Arbeitslosigkeit in Spanien ist im August 2026 gegenüber Juli um 44.419 Personen gestiegen und lag zum Monatsende bei 2.355.918. Das teilte das Ministerium für Arbeit und Soziales am 2. September 2026 mit. Trotz des Anstiegs handelt es sich nach Ministeriumsangaben um den niedrigsten Wert für einen August seit 2007. Im Jahresvergleich sank die Zahl der registrierten Arbeitslosen um 70.593 gegenüber August 2025.

Besonders betroffen war der Dienstleistungssektor, in dem nach dem Ende der touristischen Hochsaison regelmäßig befristete Verträge auslaufen. Auch regionale und sektorale Verschiebungen im Handel und im Bildungsbereich trugen zum Monatsanstieg bei. Der Anteil der Frauen an den Registrierungen wird mit 1.418.757 angegeben; dies ist der niedrigste Augustwert seit 2008. Die Leistungsquote der Arbeitslosenversicherung erreichte 86,8 Prozent und liegt damit auf dem höchsten Stand der Reihe außerhalb des pandemiebedingten Ausnahmezeitraums.

In der Deutung der Zahlen verweisen Regierung und einschlägige Analysen auf zwei Treiber: Erstens zeigt der Monatsvergleich die ausgeprägte Saisonalität des spanischen Arbeitsmarkts. Zweitens wirken sich migrations- und aufenthaltsrechtliche Verfahren auf die Statistik aus. Nach übereinstimmenden Berichten, darunter Auswertungen von El País und Europa Press, hat die laufende Regularisierung von Personen mit ausländischem Status die gemeldeten Arbeitslosen erhöht, zugleich aber die Verluste bei der Beschäftigung gegenüber früheren August-Monaten gedämpft. Diese Effekte betreffen die registrierten Arbeitslosen beim Servicio Público de Empleo Estatal (SEPE) unmittelbar, weil Regularisierungen Personen in die formalen Register führen.

Für Aussagen über die strukturelle Lage des Arbeitsmarkts verweisen Fachleute zusätzlich auf die Zahl der sozialversicherten Beschäftigten, die Entwicklung der Inflation und den Anteil der Langzeitarbeitslosen. Erst mit den nächsten Monatsdaten lässt sich ablesen, ob der Anstieg im August 2026 eine kurzfristige saisonale Korrektur bleibt oder in eine schwächere Dynamik zum Jahresende übergeht.

Die Angaben beruhen auf der amtlichen Mitteilung, die über La Moncloa veröffentlicht wurde, sowie auf zeitnahen Zusammenfassungen der nationalen Medien. Das Ministerium für Arbeit und Soziales und der SEPE stellen ergänzende Tabellen und Detailwerte bereit.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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