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Antikorruptionsagentur stellt Verfahren zur Stelle für Llorcas Partnerin ein und rügt Eile

Die Agencia Valenciana Antifraude hat am 28. August 2026 das Prüfverfahren zur befristeten Besetzung einer Leitungssekretariatsstelle in der Diputación de València eingestellt. Belege für Unregelmäßigkeiten sieht sie nicht, kritisiert aber die behauptete Dringlichkeit.

Die Agencia Valenciana Antifraude hat am 28. August 2026 die Untersuchung zu möglichen Unregelmäßigkeiten bei der befristeten Besetzung einer Stelle in der Diputación de València eingestellt. Gegenstand war die vorübergehende Bestellung der Partnerin des Präsidenten der Generalitat Valenciana, Juanfran Pérez Llorca, als Sekretärin der Direktion im Wege einer „comisión de servicios“ (temporäre Versetzung). Die Betroffene erfüllte nach Angaben der Behörde die Zugangsvoraussetzungen, verzichtete jedoch nach sechs Monaten auf die Verlängerung und nahm nicht an der späteren Ausschreibung zur endgültigen Besetzung teil.

In der nun vorliegenden Resolution sieht Antifraude keine „indicios razonables de veracidad“ für die in der Anzeige vorgebrachten Vorwürfe. Das Verfahren wird daher archiviert. Zugleich hält die Behörde eine Wiederaufnahme ausdrücklich für möglich, falls neue, belastbare Hinweise vorgelegt werden.

Kritisch äußert sich Antifraude zur von der Provinzverwaltung behaupteten besonderen Dringlichkeit. Aus den geprüften Fristen ergebe sich, dass die Stelle am 23. Juli 2025 geschaffen und die öffentliche Ausschreibung für die vorübergehende Besetzung erst am 28. Januar 2026 veröffentlicht wurde. Vor diesem Hintergrund sei das Kriterium einer „dringenden und unabweisbaren Vakanz“ zweifelhaft. Zudem sei der ursprüngliche Prüfgegenstand teilweise entfallen, weil die kommissarische Abordnung nicht verlängert wurde und die Betroffene nicht auf die endgültige Planstelle kandidierte.

Politisch war der Fall in der Comunidad Valenciana umstritten. Vertreterinnen und Vertreter der Opposition hatten mangelnde Transparenz und mögliche Begünstigung kritisiert und Einsicht in die Personalunterlagen verlangt. Stimmen aus der Regierungskoalition in der Provinz betonten hingegen, das Verfahren der „comisión de servicios“ sei gesetzeskonform angewandt worden. Pérez Llorca hatte erklärt, er respektiere die Prüfungen der Antikorruptionsbehörde und werde Bewertungen vom Ergebnis abhängig machen.

Mit der Entscheidung ist das behördliche Prüfverfahren vorerst beendet, ohne dass substanzielle Rechtsverstöße festgestellt wurden. Die Resolution enthält keine Aussagen über rechtliche Konsequenzen oder disziplinarische Maßnahmen. Offen bleibt, ob die internen Abläufe bei der Schaffung und befristeten Besetzung von Planstellen künftig enger gefasst werden. Antifraude verweist lediglich auf die Möglichkeit einer Wiederaufnahme, sollte neues belastendes Material vorgelegt werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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