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Albares schließt Gespräche mit Marokko über Ceuta und Melilla aus

Außenminister José Manuel Albares hat im Kongress bekräftigt, dass es keine Verhandlungen mit Marokko über die Souveränität von Ceuta und Melilla gegeben hat und geben wird. Spanien habe marokkanische Aussagen zu den Städten auf…

Der spanische Außenminister José Manuel Albares hat am Freitag im Kongress erklärt, es habe keine Gespräche mit Marokko über die Souveränität von Ceuta und Melilla gegeben und werde sie auch künftig nicht geben. Vor der Kommission für Auswärtige Angelegenheiten betonte er die Zugehörigkeit beider Städte zu Spanien und zur Europäischen Union und verwies auf formelle Proteste Madrids gegen Äußerungen aus Rabat, die als gegen die territoriale Integrität Spaniens gerichtet gewertet werden.

Albares sagte, Spaniens Position sei eindeutig: Ceuta und Melilla seien integraler Bestandteil des spanischen Staatsgebiets. Zugleich hob er die praktische Zusammenarbeit mit Marokko hervor, die in den vergangenen Wochen „essenziell“ gewesen sei. Nach seinen Worten steht das Außenministerium in regelmäßigem Austausch mit marokkanischen Stellen, um operative Fragen zu Migration und Grenzmanagement zu koordinieren. Diese Kontakte beträfen jedoch nicht die Souveränität.

Ausgangspunkt der aktuellen Debatte sind massive Grenzübertritte Ende Juli 2026, die eine innenpolitische Auseinandersetzung und intensive Diplomatie nach sich zogen. Die Regierung verweist darauf, dass Stabilität und Wohlstand in Ceuta und Melilla Vorrang hätten und Maßnahmen sowohl bilateral mit Marokko als auch im europäischen Rahmen abgestimmt würden. Vertreter der Opposition kritisierten im Ausschuss hingegen Lücken in der Darstellung der Ereignisse und forderten weitergehende Erläuterungen zu Abläufen und Verantwortlichkeiten.

Zugeschriebene Aussagen aus marokkanischen Regierungsressorts zu Ceuta und Melilla wies Albares nach eigener Darstellung „über alle verfügbaren diplomatischen Kanäle“ zurück. Er unterstrich dabei den Grundsatz, politische Zusammenarbeit mit Rabat nicht mit Fragen der staatlichen Souveränität zu vermengen. Die spanische Seite betont, dass rechtliche und politische Positionen zu den beiden Städten unverändert seien.

Welche Folgen die jüngsten Spannungen für das Verhältnis zwischen Madrid und Rabat haben, ist offen. Die Regierung setzt auf fortlaufende Arbeitskontakte im Sicherheits- und Migrationsbereich und verweist auf die Notwendigkeit europäischer Koordinierung. Oppositionsparteien kündigten zusätzliche parlamentarische Initiativen an, um die Regierung zu weiteren Auskünften zu verpflichten. Klar ist: Der Streit um Deutung und Verantwortlichkeiten hält an, während Spanien an seiner Linie zu Ceuta und Melilla festhält.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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