Spaniens Wetterdienst Aemet hat am 17. September die Unwetterwarnung für das Gebiet Campo de Cartagena und Mazarrón in der Region Murcia von Rot auf Gelb herabgestuft. Zuvor hatten sehr kräftige, teils binnen einer Stunde fallende Regenmengen zu Störungen im Straßenverkehr und zu lokalen Überflutungen geführt. Die Stadt Cartagena aktivierte über die regionale Leitstelle einen ES-Alert und rief die Bevölkerung auf, geschützte und höher gelegene Bereiche aufzusuchen.
Die zeitliche Abfolge bestätigten Aemet und die zuständigen Regionalbehörden: Am Vormittag war für kurze Zeit die höchste Warnstufe Rot ausgerufen worden, nachdem Messungen und Nowcasting-Analysen ein unmittelbares Risiko für extrem starke Niederschläge ergaben. Als die Intensität der Schauer im Tagesverlauf nachließ und sich die Konvektion stärker auf Teilräume beschränkte, stufte Aemet die Lage auf Gelb herab. In der Warnsystematik von Meteoalerta steht Rot für außergewöhnliche Gefahr mit sehr hoher Auswirkungswahrscheinlichkeit, Gelb für potenziell gefährliche Wetterlagen mit begrenzter räumlich-zeitlicher Ausdehnung.
Einsatzkräfte der Region Murcia meldeten am Mittag zahlreiche Behinderungen, insbesondere überflutete Unterführungen und kurzfristige Straßensperrungen in den betroffenen Gemeinden. Aus Cartagena wurden binnen kurzer Zeit mehrere technische Hilfeleistungen registriert. Nach bisherigem Stand lagen keine Berichte über Todesopfer vor; die Schadensbilanz konzentrierte sich auf Sachschäden. Die Leitstellen betonten, dass Warnstufen dynamisch angepasst werden und sich auf aktuelle Beobachtungen der Messnetze und Doppler-Radar-Daten stützen.
Nach Angaben von Aemet und regionalen Stellen wurden in Teilen des Campo de Cartagena innerhalb einer Stunde Regenmengen im Bereich von rund 50 bis über 60 Litern pro Quadratmeter gemessen. Solche Starkregenereignisse können in kurzer Zeit Sturzfluten auslösen, vor allem in Senken, Unterführungen und an Schwachstellen der Entwässerung. Kommunen und die Direktion für Sicherheit und Notfälle appellierten, gefährdete Bereiche zu meiden, Fahrten zu verschieben und Absperrungen strikt zu respektieren.
Aemet beobachtet die Entwicklung der Schauerlinien im südöstlichen Mittelmeerraum fortlaufend. Die Behörden verweisen darauf, dass sich lokal erneut kräftige Schauer und Gewitter bilden können, auch wenn die großräumige Gefährdung derzeit geringer eingeschätzt wird. Aktuelle Hinweise geben Aemet, die Regionalleitstelle 112 Región de Murcia und die betroffenen Rathäuser bekannt. Die Bevölkerung wird gebeten, amtliche Hinweise zu verfolgen und neue Warnungen, einschließlich möglicher ES-Alert-Mitteilungen, zu beachten.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).