Die Regierung der Región de Murcia hat am Donnerstag, 16. September 2026, die Fase de Preemergencia des Plan Especial de Protección Civil ante el Riesgo de Inundaciones de la Región de Murcia (Plan Inunmur) ausgerufen. Anlass sind Warnungen der staatlichen Wetteragentur AEMET vor intensiven Niederschlägen und Gewittern mit orangefarbenen und gelben Gefahrenstufen in Teilen der Region.
Mit der Voralarmierung treten verstärkte Vorsorge- und Koordinierungsmaßnahmen in Kraft. Die Dirección General de Seguridad Ciudadana y Emergencias aktivierte die Überwachungs- und Meldeketten und versetzte Einsatzkräfte in erhöhte Bereitschaft. Das Centro de Coordinación de Emergencias 112 koordiniert die Lagemeldungen, stimmt sich mit den Kommunen und der Delegación del Gobierno ab und bereitet bei Bedarf die Anforderung zusätzlicher Mittel vor.
Im technischen Bereich stehen Kontrollen an kritischen Infrastrukturen im Fokus, etwa an Durchlässen, Rückhaltebecken und neuralgischen Straßenabschnitten. Die Pegelüberwachung an Fließgewässern wie dem Segura wird engmaschiger, ebenso die Bodenfeuchte- und Abflussbeobachtung in Einzugsgebieten, die bei Starkregen rasch reagieren können. Kommunen sollen bekannte Risikopunkte sichern, etwa Senken, Rambla-Bereiche und Unterführungen, und frühzeitig über Sperrungen informieren.
Die Fase de Preemergencia ist eine beobachtende und vorbereitende Stufe des Inunmur. Sie beinhaltet keine generelle Evakuierung, ermöglicht jedoch eine schnelle Eskalation, falls die Lage dies erfordert. Bei einer Verschärfung kann der Plan in höhere Einsatzphasen übergehen; bei großräumigen Auswirkungen sind zudem abgestimmte Maßnahmen mit nationalen Stellen der Protección Civil vorgesehen.
Nach Angaben der Regionalverwaltung richtet sich die Maßnahme präventiv gegen mögliche Sturzfluten, überflutete Verkehrswege und Beeinträchtigungen der Versorgung. Landwirtschaftliche Flächen in tiefer gelegenen Zonen und urbane Gebiete mit geringer Versickerung gelten als besonders sensibel. Der Betrieb kritischer Dienste, darunter Energie- und Telekommunikationsnetze sowie die Gesundheitsversorgung, wird vorsorglich überwacht.
Die Behörden verweisen auf die amtlichen Hinweise der AEMET und raten, kurzfristige Wetter- und Verkehrsmeldungen zu beachten, wasserführende Rambla-Bereiche zu meiden und das Parken in Senken zu vermeiden. Weitere Entscheidungen, einschließlich einer möglichen Anhebung der Einsatzstufe oder der partiellen Entwarnung, sollen nach der Entwicklung der Niederschlags- und Abflusslage getroffen und über die üblichen Kanäle bekanntgegeben werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).