Ein 67-jähriger Mann ist bei einem Küchenbrand im Madrider Stadtteil Carabanchel schwer verletzt worden. Nach Angaben von Emergencias Madrid erlitt er Verbrennungen an rund 30 Prozent der Körperoberfläche sowie eine Rauchgasvergiftung. Einsatzkräfte von SAMUR-Protección Civil stabilisierten den Patienten, sicherten die Atemwege, intubierten ihn und brachten ihn unter Polizeieskorte in die Verbrennungseinheit des Hospital de La Paz. Sein Zustand wurde als schwer eingestuft.
Das Feuer brach kurz vor 23 Uhr in einer Wohnung im vierten Stock an der Calle Laguna 105 aus. Die Flammen erfassten die gesamte Küche und schlugen durch eine Fassade in einen Innenhof. Bomberos de Madrid drangen unter Atemschutz in die Wohnung ein, retteten den allein anwesenden Bewohner und löschten den Brand. Eine Ausbreitung auf weitere Wohnungen des Gebäudes konnte verhindert werden.
Wie die Feuerwehr mitteilte, gab es keine Hinweise auf weitere Verletzte. Parallel zu den Löscharbeiten lüfteten die Einsatzkräfte den betroffenen Bereich und kontrollierten angrenzende Wohnungen auf Hitze- und Rauchschäden. Die Policía Municipal sperrte den Abschnitt für den Verkehr und unterstützte die Rettungsarbeiten.
Zur Brandursache lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor. Die Ermittlungen der zuständigen Stellen laufen. In vergleichbaren Fällen prüfen Gutachter zunächst die Herd- und Küchengeräte, elektrische Leitungen und mögliche Brandlasten in unmittelbarer Nähe des Entstehungsortes. Aussagen von Nachbarinnen und Nachbarn sowie Spuren am Fenster zur Hoffassade können Aufschluss darüber geben, wie schnell sich die Flammen ausbreiteten.
Nach Behördenangaben beschränkten sich die Schäden auf die betroffene Wohnung; strukturelle Beeinträchtigungen des Gebäudes wurden nicht gemeldet. Hinweise auf notwendige Evakuierungen über den direkten Einsatzbereich hinaus lagen zunächst nicht vor. Weitere Angaben zu Haftungsfragen oder baulichen Auflagen werden von den Behörden nach Abschluss der technischen Untersuchung erwartet.
Der Einsatz verdeutlicht die Bedeutung schneller Alarmierung und koordinierter Abläufe zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in dicht bebauten Vierteln wie Carabanchel. Entscheidend für den glimpflichen Verlauf für andere Hausbewohner war nach Darstellung der Einsatzkräfte das rasche Eindämmen des Feuers auf die Küche und das konsequente Belüften der Zugangswege.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).