Kanaren

Untersuchungshaft ohne Kaution nach 354 Kilo Haschisch auf Fuerteventura

Ein Ermittlungsrichter hat Untersuchungshaft ohne Kaution angeordnet. Zuvor war am 8. Oktober in Antigua auf Fuerteventura ein Geländewagen mit 354 Kilogramm Haschisch gestoppt worden.

Ein Ermittlungsrichter hat am 26. Oktober 2026 Untersuchungshaft ohne Kaution für einen Mann angeordnet, der am 8. Oktober in Antigua auf Fuerteventura mit 354 Kilogramm Haschisch in einem Geländewagen festgenommen worden war. Das teilte die Guardia Civil am Montag mit. Dem Beschuldigten wird ein Delikt gegen die öffentliche Gesundheit in Form des Drogenhandels zur Last gelegt; eine Anklageerhebung steht noch aus.

Nach Darstellung der Guardia Civil entdeckten Einsatzkräfte in der Nacht zum 8. Oktober ein Schlauchboot, das an einem Strand der Ostküste von Fuerteventura anlandete. Daraufhin sperrten mehrere Patrouillen den Küstenabschnitt ab und kontrollierten die Abfahrtswege. Der Geländewagen, in dem die Drogen nach Behördenangaben verladen worden waren, wurde beim Verlassen des Küstenbereichs gestoppt. Bei der Durchsuchung stellten die Beamtinnen und Beamten sechs große Ballen sowie weitere im Innenraum verteilte Pakete sicher. Das Gesamtgewicht der beschlagnahmten Ware bezifferte die Guardia Civil auf 354 Kilogramm Haschisch.

Die Justiz ordnete im Anschluss die Untersuchungshaft ohne Kaution an. Damit bleibt der Beschuldigte in Haft, während die Ermittlungen fortgeführt werden. Zu Identität, Wohnsitz oder möglichen Mitwirkenden machten die Behörden keine Angaben. Ebenso offen blieb, woher das Schlauchboot kam und wohin die Drogen weitertransportiert werden sollten. Die Angaben zu Tatablauf, Datum und Menge stammen aus Mitteilungen der Guardia Civil, die von elDiario.es und Europa Press wiedergegeben wurden.

Die Kanaren gelten wegen ihrer Lage im Atlantik als Umschlagpunkt für Routen, über die Haschisch aus Nordafrika per Seeweg in die Europäische Union gelangt. Polizei und Justiz betonen, dass Anlandungen mit Schlauchbooten eine besondere operative Priorität haben, weil in kurzer Zeit große Mengen Rauschgift an Land gebracht werden können. In vergleichbaren Fällen prüfen Ermittlerinnen und Ermittler regelmäßig Spuren am Material, Telefon- und Fahrzeugdaten sowie mögliche Logistikketten zwischen Küste und Verteilernetz. Welche Schlüsse sich in dem aktuellen Verfahren ziehen lassen, ist derzeit offen und hängt von den ausstehenden Ermittlungsmaßnahmen ab.

Bislang liegen keine gerichtlichen Entscheidungen zur Schuld- oder Straffrage vor. Die nun angeordnete Untersuchungshaft dient der Sicherung des Verfahrens und ist keine Vorverurteilung. Weitere Mitteilungen der Behörden zu dem Fall sind angekündigt, jedoch noch nicht veröffentlicht worden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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