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Über 3.000 Migranten schlafen in Ceuta weiter im Freien nach Umzug am Hafen

Nach einer groß angelegten Umverlegung am 18. September schätzt die spanische Regierung, dass mehr als 3.000 Menschen in Ceuta weiterhin ohne Unterkunft sind; insgesamt sollen rund 10.000 Migranten in der Exklave verbleiben.

Mehr als 3.000 Migranten übernachten in Ceuta weiterhin im Freien. Das geht aus Schätzungen der Zentralregierung vom 18. und 19. September hervor, einen Tag nach einer polizeilich begleiteten Umverlegung, bei der rund 1.700 Menschen in provisorische Unterkünfte am Hafen gebracht wurden. Insgesamt rechnet die Regierung damit, dass sich derzeit etwa 10.000 Migranten in der spanischen Exklave aufhalten.

Die Sicherheitskräfte verlegten am 18. September Gruppen von den Stränden Benítez und El Trampolín in neu eingerichtete Bereiche im Hafen. Nach Berichten von Europa Press kam es dabei zu angespannten Szenen. Die Regierung spricht von konservativen Schätzungen; lokale Vertreter in Ceuta nennen teils höhere Werte. EFE und andere nationale Medien bestätigten die Größenordnung, wonach zwischen 3.000 und 4.000 Menschen weiterhin auf Straßen, in Hängen und an Stränden schlafen.

Die Behörden haben seit Anfang September zusätzliche Kapazitäten aktiviert, darunter mobile Infrastruktur des START-Teams, und weitere Aufnahmeplätze ausgewiesen. Das Innenministerium kündigte zugleich Maßnahmen gegen mutmaßliche Ausbeutung von Schutzsuchenden an und meldete Festnahmen im Zusammenhang mit überteuerten und unsicheren Unterkünften. Ziel der jüngsten Operation war, die sichtbarsten Notschlafplätze zu reduzieren und geordneten Zugang zu Versorgung, Registrierung und Schutzprüfungen zu ermöglichen.

Der akute Druck steht im Zusammenhang mit massenhaften Grenzübertritten Ende Juli, die die bestehenden Aufnahme- und Rückführungsstrukturen in Ceuta überforderten. Engpässe bei Unterkünften, die Ablehnung einzelner Standortvorschläge durch die Stadtverwaltung und die begrenzte Aufnahmekapazität der vorhandenen Zentren haben wiederholt zu informellen Lagerbildungen geführt. Humanitäre Organisationen und einige autonome Regionen melden laufende Rückführungen nach den Grenzübertritten sowie Übernahmen besonders schutzbedürftiger Personen, darunter Minderjährige. Zugleich warnen sie vor Risiken durch Überfüllung und prekäre Lebensbedingungen.

Kurzfristig bleibt die Bereitstellung sicherer Schlafplätze, die zügige Identitätsfeststellung und die Koordination zwischen Zentralregierung, der autonomen Regierung von Ceuta und Hilfsorganisationen entscheidend. Mittelfristig geht es um Rückführungen im Rahmen geltenden Rechts, die Abstimmung mit Marokko und die Stabilisierung regulärer Grenz- und Schutzverfahren. Die gemeldeten Zahlen und Maßnahmen stammen aus offiziellen Mitteilungen der spanischen Regierung und des Innenministeriums sowie aus übereinstimmenden Berichten überregionaler Medien vom 18. und 19. September.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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