Der Minister für Territorialpolitik und Demokratische Erinnerung, Ángel Víctor Torres, hat am 8. September 2026 in Madrid aktualisierte Daten zur Migrationslage in Ceuta vorgelegt. Nach Angaben seines Ressorts sind seit dem 10. August insgesamt 4.516 Menschen freiwillig nach Marokko zurückgekehrt. Zusätzlich wurden 278 Personen aus Ceuta ausgewiesen. Parallel dazu meldet das Ministerium 2.004 minderjährige Migranten, die in der Stadt identifiziert und registriert wurden; davon 1.290 seit dem 30. Juli.
Torres begründete die laufenden Korrekturen der Zahlen mit der schwierigen Erhebung vor Ort. Ein Teil der Menschen halte sich außerhalb der offiziellen Unterkünfte auf, was die zeitnahe Registrierung und die Zuordnung einzelner Fälle erschwere. Er betonte, dass die Zahl der registrierten Minderjährigen weiter steigen könne, sobald weitere Personen aufgegriffen und formal erfasst würden. Diese Einschätzung ist eine Prognose und spiegelt die Erwartung des Ministers wider.
Zur Entlastung der bestehenden Kapazitäten seien nach Darstellung der Zentralregierung zusätzliche Plätze und Einrichtungen aktiviert worden, unter anderem temporäre Flächen am Hafen und militärische Unterkünfte. Die Maßnahmen zielten auf eine geordnete Unterbringung, schnellere Verfahren zur Identitätsfeststellung und eine prioritäre Versorgung unbegleiteter Minderjähriger. Die Regierung verweist darauf, dass alle Schritte im Rahmen des spanischen Rechts und internationaler Verpflichtungen erfolgen.
Die nun genannten Zahlen reihen sich in eine Serie von Aktualisierungen ein, mit denen die staatlichen Stellen seit dem starken Zustrom Ende Juli den Stand der Rückkehrer, Ausweisungen und Minderjährigen erfassen. Offiziell zugeschriebene Angaben stammen aus dem Ministerium für Territorialpolitik und Demokratische Erinnerung sowie begleitenden Regierungsmitteilungen. Unabhängig überprüfbare, vollständige Gesamtzahlen zu allen sich noch in Ceuta aufhaltenden Personen liegen nach Torres’ Darstellung weiterhin nicht vor.
Der Minister kündigte an, die Koordination mit den Delegationen der Regierung vor Ort sowie mit dem Innenressort werde fortgesetzt. Ziel sei es, die Datengrundlage zu präzisieren und die Abläufe bei Registrierung, Unterbringung und gegebenenfalls Rückführungen zu beschleunigen. Konkrete Fristen nannte er nicht. Aussagen zu künftigen Entwicklungen bleiben damit vorläufig und sind an die weitere Lagebeobachtung gebunden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).