Die Regierung der Kanarischen Inseln hat gemeinsam mit der Aemet für den 1. und 2. November 2026 erweiterte Unwetterwarnungen vor Starkregen ausgerufen. Nach Angaben der Dirección General de Emergencias gelten für La Palma, La Gomera und El Hierro hohe Risikostufen, während für Teneriffa zunächst ein geringeres, aber relevantes Risiko besteht. Die Warnungen betreffen den 1. November ganztägig sowie den 2. November bis in den Nachmittag, mit wiederkehrenden Schauern und Gewittern.
Die Behörden verweisen auf amtliche Vorhersagen, die in höheren Lagen von La Palma sowie in Bereichen auf La Gomera und El Hierro lokal sehr intensive Regenraten erwarten lassen. Für die drei Inseln wurden orange Warnstufen (hohes Risiko) ausgegeben, für Teile von Teneriffa und Gran Canaria Warnstufen in Gelb. Bereits am 31. Oktober wurde eine Vorwarnstufe erklärt und anschließend für die westlichen Inseln auf Alarm hochgestuft. Grundlage sind die Modelle der Aemet, die kurzzeitig große Niederschlagsmengen innerhalb einer Stunde nicht ausschließen.
Die Bevölkerung wird zu Vorsicht und zur Beachtung amtlicher Hinweise aufgerufen. Anwohnerinnen und Anwohner in exponierten Tälern und Gebirgslagen sollen gefährdete Bereiche meiden, Verkehrswarnungen beachten und insbesondere ausgetrocknete Flussbetten und Barrancos nicht queren. Im Notfall ist die europaweit gültige Notrufnummer 112 zu wählen. Die Einsatzleitungen der jeweiligen Cabildos koordinieren örtliche Maßnahmen.
Meteorologisch wird die Lage von einer feuchten Zufuhr aus dem Zentralatlantik geprägt, die in Verbindung mit einer Störung und der komplexen Orographie der Inseln lokal sehr hohe Regenintensitäten begünstigt. Auf den Kanaren führen solche Episoden wiederholt zu schnellem Oberflächenabfluss, Muren und Erdrutschen sowie zu Verkehrsbehinderungen.
Das Gobierno de Canarias und die Aemet verfolgen die Entwicklung fortlaufend und kündigen an, Warnstufen je nach Lage anzupassen. Betriebe, öffentliche Einrichtungen und Verkehrsunternehmen sollten kurzfristig ihre Vorsorgepläne prüfen und neue behördliche Mitteilungen beachten. Aussagen zur Schadenslage oder zu möglichen Schadenssummen liegen derzeit nicht vor; das Risiko hängt wesentlich von der lokalen Niederschlagsverteilung in den nächsten Stunden ab.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).