Kanaren

Kanaren halten 20-Cent-Rabatt auf Treibstoff auf La Palma, El Hierro und La Gomera

Die Regierung der Kanarischen Inseln lässt den Preisnachlass von 20 Cent je Liter Benzin und Diesel auf La Palma, El Hierro und La Gomera im vierten Quartal bestehen. Grundlage sind geprüfte Preisdifferenzen zu Gran…

Die Regierung der Kanarischen Inseln (Gobierno de Canarias) hält den Preisnachlass von 20 Cent je Liter Kraftstoff auf La Palma, El Hierro und La Gomera für Oktober, November und Dezember aufrecht. Die Maßnahme gilt für Superbenzin 95 und Gasóleo A und soll die höheren Endpreise auf den kleineren Inseln gegenüber den Hauptstadtinseln Gran Canaria und Teneriffa ausgleichen.

Nach Angaben der Consejería de Hacienda y Relaciones con la Unión Europea wird die Unterstützung vierteljährlich überprüft und an die Entwicklung der Preisunterschiede angepasst. Für die aktuelle Festlegung diente der Zeitraum vom 1. Juli bis 15. September als Referenz. Maßgeblich ist ein Schwellenwert: Liegt der mittlere Literpreis auf einer der betroffenen Inseln im Referenzzeitraum um mindestens fünf Cent über dem Durchschnitt der beiden Hauptstadtinseln, wird der Nachlass aktiviert. Je nach ermitteltem Preisgefälle kann die Unterstützung zwischen fünf und 30 Cent je Liter betragen; für das laufende Vierteljahr beträgt sie 20 Cent.

Die zuständige Ressortchefin Matilde Asián verweist darauf, dass die Maßnahme in den Haushalten der Comunidad Autónoma für 2026 verankert ist. Sie ist befristet ausgestaltet und wird aus dem Landeshaushalt finanziert. Eine Fortführung über den 31. Dezember hinaus erfordert neue Beschlüsse und Mittelbindungen. Rechtsgrundlagen und Detailregelungen veröffentlichte die Verwaltung im Boletín Oficial de Canarias.

Ziel der Unterstützung ist die Kompensation struktureller Mehrkosten, die sich aus Transport und Versorgung der kleineren Inseln ergeben und zu dauerhaft höheren Kraftstoffpreisen führen können. Die Regierung argumentiert, die vierteljährliche Anpassung sichere eine passgenaue Reaktion auf Marktschwankungen und veränderte Differenziale zwischen den Inselgruppen.

Für private Haushalte und Unternehmen auf La Palma, El Hierro und La Gomera senkt der Nachlass den Endpreis an der Zapfsäule unmittelbar. Für den Haushalt der Autonomen Gemeinschaft erhöht sich zugleich die Ausgabenlast. Risiken liegen in volatilen Großhandelspreisen: Steigen die Marktpreise stark oder verringert sich das Preisgefälle zu Gran Canaria und Teneriffa, kann eine Reduzierung oder Aussetzung der Unterstützung im nächsten Überprüfungszeitraum notwendig werden. Über konkrete Anpassungen entscheidet die Regionalregierung auf Basis der jeweils neu ermittelten Durchschnittspreise und der in den amtlichen Verlautbarungen festgelegten Kriterien.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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