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Spanien senkt Lebensmittelabfall seit 2020 um knapp 20 Prozent

Das Landwirtschaftsministerium hat am 10. September 2026 den Jahresbericht 2025 vorgelegt: Der Lebensmittelabfall liegt 19,2 Prozent unter dem Niveau von 2020, gegenüber 2024 aber leicht höher.

Spaniens Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung (MAPA) hat am 10. September 2026 den Informe Anual 2025 zum Lebensmittelabfall veröffentlicht. Demnach wurden 2025 insgesamt rund 1,13 Milliarden Kilogramm beziehungsweise Liter an Lebensmitteln und Getränken entsorgt. Das sind 0,4 Prozent mehr als 2024, aber 19,2 Prozent weniger als 2020. Der aktuelle Bericht ist die maßgebliche amtliche Referenz für den Stand der Dinge im Jahr 2025.

Den größten Anteil am Wegwerfen haben weiterhin die Privathaushalte. Der durchschnittliche Verbrauchsverlust je Einwohner lag 2025 bei 24,3 Kilogramm oder Litern und damit geringfügig unter 2024. Außerhalb der Haushalte – vor allem in Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Handel – stabilisierten sich die Abfallmengen oder stiegen in Teilbereichen leicht, was die minimale Gesamterhöhung gegenüber dem Vorjahr erklärt.

Das Ministerium führt den deutlichen Rückgang seit 2020 auf mehrere Faktoren zurück: schrittweise veränderte Konsumgewohnheiten, Informations- und Sensibilisierungskampagnen sowie neue rechtliche Vorgaben. 2025 trat in Spanien ein nationales Gesetzespaket zur Vermeidung von Verlusten und Lebensmittelverschwendung in Kraft, das die Prävention und die Umverteilung überschüssiger Ware stärker betont. Parallel arbeitet die Europäische Union an verbindlichen Reduktionszielen; Spanien hat seine nationalen Vorgaben an diese Initiativen angeglichen.

Die Datenlage bleibt nicht frei von Unsicherheiten. MAPA weist auf methodische Grenzen hin, insbesondere bei der Erfassung von Abfällen in der Außengastronomie und entlang der Lieferketten. Unklar ist zudem, ob die leichte Zunahme im Jahr 2025 lediglich eine statistische Schwankung darstellt oder den Beginn einer Trendumkehr markiert. Für eine robuste Bewertung sind im Handel, in der Logistik und in der Gemeinschaftsverpflegung vertiefte Analysen nötig.

Unabhängige Brancheneinschätzungen und amtliche Messpunkte zeichnen aber ein konsistentes Bild: Der lange Trend weist nach unten, die jüngste Bewegung nach oben ist minimal. Für Verbraucher, Kommunen und Unternehmen bedeutet dies fortgesetzten Anpassungsbedarf. Der Schwerpunkt liegt auf besserer Planung, Reduzierung von Frischwarenverlusten, effizienter Lagerung und der Stärkung von Strukturen zur Umverteilung an soziale Einrichtungen. Das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung und regionale Verwaltungen wollen die Datenerhebung weiter verfeinern, um Maßnahmen gezielter auszurichten.

Die Veröffentlichung des Informe Anual 2025 durch MAPA schafft damit eine aktualisierte, belastbare Grundlage für die nationale Debatte über wirksame Schritte gegen Lebensmittelverschwendung in Spanien.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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