Spaniens Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo hat am 21. Oktober 2026 in Ceuta ein Handelsprogramm angekündigt: Kundinnen und Kunden können über Bonos mit 25 Prozent Nachlass einkaufen, zusätzlich sind direkt an der Kasse anwendbare Händlerrabatte geplant. Die Aktionen sind für Black Friday, die Weihnachtssaison und eine Frühjahrskampagne vorgesehen.
Käufer zahlen bei den Bonos nur 75 Prozent des Gutscheinwerts, die restlichen 25 Prozent kommen aus öffentlichen Mitteln. Pro Person ist ein maximal nutzbarer Bonusbetrag von 300 Euro vorgesehen. Ergänzend sollen Geschäfte unmittelbar an der Kasse Nachlässe gewähren können, die der Staat gemeinsam mit den Betrieben kofinanziert; nach bisheriger Darstellung sind hierfür Nachlässe von bis zu 15 Prozent möglich. Die konkrete Höhe und Verteilung der jeweiligen Rabatte obliegt der Ausgestaltung der Programme vor Ort.
Die Finanzierung stützt sich auf das Real Decreto-ley 22/2026. Daraus erhält Ceuta Mittel, mit denen die Cámara de Comercio Bonoprogramme und flankierende Handelsaktionen umsetzen kann. Innerhalb eines Sofortpakets von insgesamt 309 Millionen Euro für Ceuta sind nach Regierungsangaben 14 Millionen Euro zur Belebung von Handel und Tourismus vorgesehen; hiervon sollen 10 Millionen Euro explizit in Maßnahmen für den lokalen Handel einschließlich der Bonos fließen.
Organisiert werden die Programme über Vereinbarungen der Cámara de Comercio mit dem zuständigen Staatssekretariat für Handel. Offen sind noch operative Details: Verkaufsstellen und digitale Kanäle für die Bonos, die Liste der teilnehmenden Geschäfte, genaue Start- und Enddaten der einzelnen Kampagnen sowie die Abrechnung der kassenseitigen Nachlässe. Die Behörden haben angekündigt, diese Punkte zeitnah zu präzisieren.
Hintergrund sind seit dem Sommer 2026 registrierte Einbußen im lokalen Einzelhandel. Ceuta verfügt mit den sogenannten Buybono-Initiativen über Erfahrungen aus früheren Kampagnen, die ebenfalls mit einem 25-Prozent-Nachlass arbeiteten. Die nun angekündigte Maßnahme verknüpft solche Bonos mit zusätzlich möglichen direkten Preisnachlässen im Laden und soll die Nachfrage zum Jahresende und in der frühen Hochsaison im Frühjahr bündeln. Ob und wie stark der Effekt ausfällt, hängt vom Umfang der teilnehmenden Geschäfte, der Ausgestaltung der Nachlassobergrenzen und der zügigen Abwicklung der Erstattungen ab. Die Regierung verweist auf die befristete Ausrichtung des Programms und kündigt eine Auswertung an, um über eine mögliche Fortführung zu entscheiden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).