José Manuel Soria hat in einem Interview am 8. September 2026 dafür geworben, dass die Bürgermeisterin von Mogán, Onalia Bueno, das Cabildo de Gran Canaria anführen solle. Als Alternative nannte der frühere Minister den Inselvorsitzenden des Partido Popular, Carlos Sánchez. Das Gespräch lief bei Onda Guanche. Soria begründete seine Präferenz mit der kommunalpolitischen Erfahrung beider und sprach von einem „tándem netamente ganador“.
Die Aussagen fallen in eine Phase, in der über mögliche Allianzen für die Inselwahlen 2027 spekuliert wird. Onalia Bueno hat ihr politisches Projekt in mehreren Gemeinden Gran Canarias sichtbar ausgeweitet und eine Zusammenarbeit mit dem Partido Popular ausdrücklich offengelassen. Zugleich bekräftigte die Parteiführung auf den Kanaren, dass Kandidaturen formal erst zu gegebener Zeit beschlossen werden. Verbindliche Entscheidungen liegen derzeit nicht vor.
Sachliche Korrekturen sind Teil der aktuellen Debatte: In der Radiosendung wurde auf die Laufbahn der Genannten verwiesen, teils mit Ungenauigkeiten. So war Carlos Sánchez in Santa Brígida langjähriger Stadtrat, jedoch nicht Bürgermeister. Und Soria selbst stand dem Cabildo de Gran Canaria von 2003 bis 2007 vor; eine fehlerhafte Angabe, er habe bis 2027 präsidiert, kursierte in Berichten und wurde von mehreren Medien richtiggestellt.
Politisch wäre eine Kandidatur der in Mogán verankerten Onalia Bueno auf einer Liste mit dem Partido Popular für das Kräfteverhältnis auf Gran Canaria bedeutsam. Sie könnte ihre lokale Basis im Süden der Insel mit der Organisationskraft einer staatstragenden Partei verbinden. Befürworter verweisen auf Verwaltungserfahrung und Bekanntheitswerte; Skeptiker mahnen, dass Personalfragen in den Parteigremien zu klären sind und Absprachen außerhalb der Strukturen Misstöne erzeugen.
Sorias Vorstoß zeigt, dass die Weichenstellungen für 2027 bereits im Spätsommer 2026 laufen – jedoch vor allem auf der Ebene öffentlicher Positionsbestimmungen. Offiziell bleiben die Signale gemischt: Während Unterstützer auf Gran Canaria für eine schnelle Festlegung werben, pocht die regionale Führung des Partido Popular auf Verfahren und Zeitpläne. Bislang gibt es keine Beschlüsse, die Onalia Bueno oder Carlos Sánchez als Spitzenkandidaten für das Cabildo de Gran Canaria nominieren. Weitere Schritte hängen von innerparteilichen Entscheidungen und möglichen Bündnissen im Umfeld der Inselpolitik ab.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).