Die chinesische Unternehmensgruppe Shenghe will in Pedrola (Provinz Zaragoza) eine Anlage zur Kreislaufwirtschaft errichten und dafür 25 Millionen Euro investieren. Über die spanische Tochter Veranova Technology soll dort das in der Batterieproduktion genutzte Lösungsmittel N‑Methyl‑2‑pyrrolidon (NMP) zurückgewonnen und für die industrielle Wiederverwendung aufbereitet werden. Nach den Ankündigungen sind bis zu 100 Arbeitsplätze geplant. Der Standort befindet sich im Gewerbegebiet El Pradillo auf einer bis zu 20.000 Quadratmeter großen Fläche; die Inbetriebnahme ist für 2028 avisiert.
Die Betreiber geben an, die Anlage auf eine jährliche Behandlungskapazität von bis zu 100.000 Tonnen NMP auszulegen. Vorgesehen sind eine Abgasrückgewinnung und Destillationsstufen mit Reinheiten von über 99,9 Prozent, um das Lösungsmittel in Produktionskreisläufe zurückführen zu können. Der Baubeginn ist nach Unternehmensangaben in den kommenden Monaten geplant. Veranova Technology wird als Projektträger genannt.
Laut regionalen Berichten haben Institutionen wie Aragón Exterior (Arex) die Ansiedlung begleitet, unter anderem bei der Standortsuche und Kontakten zu Verwaltung und Unternehmen. Pedrola positioniert sich seit Jahren mit Flächen im Umfeld des Industrieparks El Pradillo für Ansiedlungen im Umfeld von Elektromobilität, Recycling und Chemie. In der Umgebung bestehen weitere Projekte entlang der Wertschöpfungskette der Batterieindustrie, was die Nachfrage nach Lösungsmittelaufbereitung begünstigen dürfte. Offizielle Bekanntmachungen zu Verfahrensschritten der Genehmigung sind in regionalen Amtsblättern und auf kommunalen Seiten veröffentlicht worden.
Der wirtschaftliche Anreiz des Vorhabens liegt in der Reduktion von Rohstoff- und Energiekosten: Durch Rückführung von NMP sollen Primärrohstoffe ersetzt und Prozesswärme über Wärmerückgewinnung genutzt werden. Zugleich erfordert die Aufbereitung strenge Umwelt- und Sicherheitsstandards. Nach geltendem spanischem Recht sind für Anlagen dieser Art mehrere Genehmigungsstufen – darunter Umweltverträglichkeits- und Bauverfahren – zu durchlaufen; Zeitplan und Kapazitäten hängen daher von den behördlichen Prüfungen ab.
Die Zahl der angekündigten Arbeitsplätze ist als Obergrenze formuliert; konkrete Profile und Einstellungszeitpunkte wurden in den vorliegenden Mitteilungen nicht detailliert. Auch zur vertraglichen Sicherung des Grundstücks und zur finalen Finanzierung äußerten sich die Berichte nur allgemein. Fest steht, dass mit der Entscheidung für Pedrola ein weiterer Baustein der industriellen Transformation in Aragón geplant ist, der bei Realisierung neue Kapazitäten für das Batterierecycling in Spanien schaffen könnte.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).