Gesellschaft

Schirm auf bei Sonne: In Barcelona und anderen Städten setzt sich ein alter Schutz neu durch

In spanischen Städten ist in diesem August häufiger zu sehen, dass Fußgänger bei starker Sonne mit geöffnetem Schirm unterwegs sind. Medienberichte und Dermatologen werten dies als sinnvolle Ergänzung zum Sonnenschutz – kein Ersatz.

In Barcelona und weiteren Städten Spaniens ist in diesem August das Gehen mit geöffnetem Schirm an wolkenlosen Tagen deutlich häufiger zu beobachten. Das Portal 20minutos berichtete am 23. August darüber; weitere Medien bestätigten die Zunahme. Fachleute ordnen die Praxis als pragmatische Reaktion auf Hitze und hohe UV-Belastung ein.

Kulturell ist der Handsonnenschirm – in Spanien teils als „sombrillas de mano“ bezeichnet – in Ostasien und Teilen Lateinamerikas verankert. Inzwischen ist er auch hier sichtbarer: Reportagen verweisen auf Bilder aus Barcelona und San Sebastián; in Zaragoza griffen Passanten während der jüngsten Hitzetage ebenfalls zum Schirm. El País zeichnet den Trend als sommerliches Alltagsphänomen nach, das sich vom reinen Modeaccessoire hin zu einem funktionalen Begleiter verschiebt. Cadena SER berichtete über entsprechende Straßenszenen und Reaktionen in Aragón.

Dermatologische Einordnungen in spanischen Medien betonen, dass ein Schirm die direkte Bestrahlung deutlich abdämpft und damit als ergänzende Maßnahme sinnvoll ist. Antena 3 Noticias verweist auf Fachärztinnen und -ärzte, wonach speziell beschichtete Modelle mit ausgewiesenem UV-Schutz wirksamer sind als gewöhnliche Regenschirme. Unverändert gilt jedoch: Ein Schirm ersetzt weder Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor noch geeignete Kleidung, Sonnenbrillen und verhaltensbezogene Vorsorge wie das Meiden der Mittagssonne. Auch unter einem Schirm kann Streustrahlung die Haut erreichen.

Kommunale Hinweise stützen diese Bewertung. Im Rahmen der Hitzepläne empfehlen Städte neben Kopfbedeckung, Flüssigkeitszufuhr und Schattenaufenthalten auch einfache Mittel wie einen tragbaren Schirm. Das Ajuntament de Barcelona und die Guardia Urbana listen den Schirm als praktikable Option, um Exposition zu begrenzen, ohne dass dafür spezielle Regelungen notwendig wären. Der Hinweis reiht sich ein in breitere Prävention gegen Hitzestress, die von Warnstufen bis zu temporären Anpassungen des Stadtbetriebs reicht.

Parallel verweist die Berichterstattung auf ein wachsendes Angebot an leichten, UV-beschichteten Schirmen im Handel. Belastbare Absatzdaten liegen bislang nur punktuell vor, doch die Sichtbarkeit im Straßenbild spricht für eine rasche Verbreitung während heißer Phasen. Offene Fragen betreffen die städtebauliche Seite der Anpassung: Mehr natürliche und künstliche Beschattung im öffentlichen Raum, insbesondere an Haltestellen und auf Spielplätzen, könnte individuelle Notlösungen ergänzen. Politische Vorgaben speziell zum Mitführen von Schirmen sind nicht bekannt; die Praxis wird derzeit überwiegend als individuelle Schutzentscheidung gewertet.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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