Wirtschaft

Santander schließt Kauf von Webster Bank ab – Aufstieg unter die zehn größten US‑Retailbanken

Banco Santander hat am 20. August 2026 die Übernahme der Webster Bank abgeschlossen. Nach US‑ und EU‑Genehmigungen zahlt der Konzern rund 10,5 Milliarden Euro, teils in bar, teils in neuen Aktien; die Aktie gab…

Banco Santander hat am 20. August 2026 die Übernahme von Webster Financial Corporation, der Muttergesellschaft der Webster Bank, vollzogen. Der Abschluss wurde am Morgen der Comisión Nacional del Mercado de Valores (CNMV) gemeldet, nachdem die zuständigen Aufseher in den USA und in Europa die Transaktion genehmigt hatten. Der Kaufpreis liegt bei rund 10,5 Milliarden Euro; vereinbart ist eine Gegenleistung aus 65 Prozent Barzahlung und 35 Prozent neu ausgegebenen Santander‑Aktien, wofür der Konzern eine Kapitalerhöhung durchgeführt hat. In Madrid gab die Aktie zum Handelsauftakt um etwa 0,8 Prozent nach.

Mit dem Zukauf steigt Santander nach Aktiva in die Gruppe der zehn größten Retail‑ und Firmenkundenbanken in den Vereinigten Staaten auf. Dies entspricht der Einordnung des Instituts auf Basis der kombinierten Bilanzsumme. Die Federal Reserve erteilte Anfang August ihre Zustimmung, die Europäische Zentralbank folgte im Juli. Die Transaktion war im Februar 2026 angekündigt worden.

Strategisch sichert sich Santander mit Webster einen starken Fußabdruck in New England und zusätzliche, stabile Einlagenquellen. Besonders gewichtet wird das Geschäft mit Health‑Savings‑Accounts, das kostengünstige Refinanzierung und wiederkehrende Erträge verspricht. Der Konzern rechnet aus der Integration mit Kostensynergien und Effizienzgewinnen; zudem soll sich der RoTE (Return on Tangible Equity) im US‑Geschäft bis 2028 verbessern. Diese Erwartungen stammen aus Unternehmensangaben und sind als Prognosen zu werten.

Operativ ist die Einbindung von Webster in die US‑Einheit von Santander geplant; die Bankgeschäfte sollen in Santander Bank, N.A. überführt und Systeme schrittweise harmonisiert werden. Über konkrete Zeitpläne und organisatorische Anpassungen informierte Santander zunächst nur in Grundzügen.

Aufsichtliche Folgen sind absehbar: Mit der größeren Präsenz im US‑Markt rücken die amerikanischen Tochtergesellschaften in ein strengeres Regime, einschließlich eines jährlichen Stresstests der Federal Reserve. Das erhöht Governance‑ und Reporting‑Anforderungen, kann aber mittelfristig die Marktzugänge und das Profil der Gruppe in den USA stärken. Zu den Hauptrisiken zählen Integrationsaufwand, mögliche operative Reibungen sowie die Zins‑ und Kreditzyklik in den USA, die Erträge und Kreditqualität beeinflussen können.

Die Mitteilungen von Banco Santander, der Federal Reserve und der CNMV bestätigen den Vollzug und die wesentlichen Eckdaten; unabhängige Geschäftsabschlüsse und regulatorische Veröffentlichungen werden die Wirkung der Transaktion in den kommenden Quartalen abbilden.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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