Kantabrien

Santander: Plattform fordert Ende der Umlenkung öffentlicher Gelder an Privatschulen

In Santander hat die Plataforma por la Enseñanza Pública de Cantabria ihre erste Demonstration abgehalten und die Regionalregierung aufgefordert, öffentliche Mittel nicht länger an private und konzertierte Schulen umzuleiten.

In Santander hat die neu gegründete Plataforma por la Enseñanza Pública de Cantabria am Samstag, 5. September 2026, ihre erste Demonstration abgehalten. Mehrere Lehrergewerkschaften (CCOO, UGT, ANPE und STEC), 15 Elternvereinigungen (AMPA) sowie der Frente de Estudiantes zogen vom Río de la Pila, Sitz der Consejería de Educación, über den Regierungssitz des Gobierno de Cantabria und den Paseo de Pereda bis zur Plaza de Correos. Laut örtlichen Medien verlief die Mobilisierung ohne Zwischenfälle und endete mit der Verlesung eines Manifests.

Kernforderung der Organisatoren ist, dass öffentliche Mittel in Kantabrien nicht weiter an private und konzertierte Einrichtungen umgelenkt werden. Adressat ist der zuständige Regionalminister Sergio Silva. Vertreterinnen und Vertreter der Plattform kritisierten, die aktuelle Politik schwäche die öffentlichen Schulen durch Personalabbau, geschlossene Klassen und unzureichende Ausstattung. Die STEC-Vertreterin Miluca Berberana forderte ein Ende des Abbaus von Lehrkräften sowie verlässliche Bedingungen für Familien, die ihre Kinder wohnortnah einschulen wollen. Zudem verlangten Redner eine vollständig kostenlose und inklusive Bildung für alle Schülerinnen und Schüler in der Autonomen Gemeinschaft.

Die Demonstration folgt auf die Gründung der Plattform Anfang der Woche und auf Ankündigungen der beteiligten Verbände Ende August. Auslöser der Mobilisierung sind anhaltende Konflikte über Ressourcenverteilung im Bildungswesen und der Vorwurf, die Regionalverwaltung bevorzuge private oder konzertierte Träger zulasten der öffentlichen Schulen. Die Gewerkschaften CCOO, UGT, ANPE und STEC sowie der Frente de Estudiantes hatten im Vorfeld wiederholt auf steigende Belastungen und aus ihrer Sicht unzureichende Investitionen hingewiesen.

Offizielle Stellungnahmen der Regionalregierung zur Kundgebung lagen am Samstag zunächst nicht vor. In früheren Debatten verweisen Verantwortliche jedoch regelmäßig auf Haushaltszwänge und notwendige Strukturreformen. Unabhängig davon unterstreicht die nun erfolgte Mobilisierung den politischen Druck auf die Consejería de Educación: Die Plattform fordert kurzfristige Gespräche über Personalplanung, Klassengrößen, Infrastrukturinvestitionen und Transparenz bei der Vergabe von Fördermitteln.

Die Angaben zu Datum, Route und Beteiligten decken sich mit lokalen Berichten und Mitteilungen der teilnehmenden Organisationen. Aussagen zu Zielen und Bewertungen sind den Organisatoren und unterstützenden Gewerkschaften zugeschrieben. Welche finanziellen und organisatorischen Konsequenzen die Regionalregierung daraus zieht, ist offen.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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