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Richter Calama lässt niederländischen Finanzier im Fall Plus Ultra mit Auflagen frei

Die Audiencia Nacional hat Simon Leendert Verhoeven am 25. September 2026 unter Auflagen aus der Haft entlassen. Der im Fall Plus Ultra ermittelte niederländische Finanzier darf Spanien nicht verlassen und muss sich regelmäßig melden.

Der Ermittlungsrichter der Audiencia Nacional, José Luis Calama, hat am 25. September 2026 den niederländischen Finanzier Simon Leendert Verhoeven im Zusammenhang mit dem Fall Plus Ultra vorläufig auf freien Fuß gesetzt. Die Freilassung erfolgt unter Auflagen: Verhoeven darf Spanien nicht verlassen, muss eine feste Anschrift angeben und sich in kurzen, regelmäßig festzulegenden Abständen – nach Medienberichten alle zwei Tage – bei der Justiz melden. Calama begründete die Entscheidung mit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und der Sicherung der Verfahrensbindung.

Nach übereinstimmenden Berichten war Verhoeven zuvor in Deutschland festgenommen und am 24. September 2026 den spanischen Behörden überstellt worden. Er gilt in den Ermittlungen als zentrale Figur eines Geflechts von Gesellschaften und Finanzströmen, das im Zuge des staatlichen Rettungspakets für die Fluggesellschaft Plus Ultra geprüft wird. Ermittlern zufolge wird Verhoeven eine Schlüsselrolle bei der Strukturierung von Krediten und Transaktionen zugeschrieben; die Vorwürfe sind nicht rechtskräftig und werden weiter aufgeklärt.

Mit der Entscheidung setzt das Gericht das Verfahren unter gerichtlicher Kontrolle fort und verzichtet vorerst auf die Fortdauer der Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft, die in dieser Sache durch die Fiscalía Anticorrupción auftritt, hat Bedenken gegen die Freilassung geäußert und kann die Auflagen anfechten oder weitere Beweisanträge stellen. Die Ermittlungen bleiben international ausgerichtet; Rechtshilfeersuchen betreffen nach Angaben aus Justizkreisen neben Spanien auch Deutschland, Frankreich und die Schweiz.

Im Mittelpunkt steht weiterhin die Frage, ob und wie Mittel aus dem von der staatlichen Beteiligungsgesellschaft SEPI verantworteten Rettungsmechanismus für Plus Ultra in weitere Finanzströme geflossen sind. Konkrete Vermögenswerte, detaillierte Einzelvorwürfe und die Bewertung der Sicherungsmaßnahmen bleiben den anstehenden Terminen vor dem zuständigen Richter vorbehalten. Nach früheren Medienangaben war für den Fall einer fortdauernden Haft die Unterbringung im Gefängnis Soto del Real im Gespräch; dies erübrigt sich mit der nun angeordneten Freiheit unter Auflagen.

Die Entscheidung Calamas markiert einen prozessualen Zwischenschritt, keine Vorwegnahme der materiellen Bewertung. Fest steht: Verhoeven bleibt dem Zugriff der spanischen Justiz unterstellt, während die Audiencia Nacional die Geldflüsse rund um Plus Ultra weiter untersucht.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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