Regen hat die Bekämpfung des seit 10. August in Las Peñas de Riglos (Huesca) wütenden Waldbrands erleichtert. Nach Angaben des Gobierno de Aragón sind derzeit rund 17.500 Hektar betroffen. Die Niederschläge in der Nacht zu Montag ermöglichten eine arbeitsreiche und wirksame Phase zur Sicherung von Brandlinien und zum Ablöschen von Glutnestern. Das Centro de Coordinación Operativa Integrada (CECOPI) meldete am Dienstag eine insgesamt günstige Entwicklung, gleichzeitig bleibt der großflächige Einsatz aktiv.
Der Einsatz unter Führung des Dienstes INFOAR konzentriert sich weiter auf den rechten Flügel. Luft- und Bodeneinheiten schirmen den Perimeter ab und bekämpfen punktuelle Wiederentzündungen; mit Drohnen werden Hotspots lokalisiert. Miguel Ángel Clavero, Generaldirektor für Inneres in Aragón, erklärte nach der jüngsten CECOPI-Sitzung, die Arbeiten hätten wie geplant Fortschritte gebracht. Roberto Bermúdez de Castro, zuständig für Hacienda, Interior und Administración Pública, warnte jedoch vor zwei meteorologisch schwierigen Tagen.
Prognosen sagen West- bis Nordwestwind mit Böen von 30 bis 40 km/h, Temperaturen über 35 Grad und sehr niedriger Luftfeuchte voraus – Bedingungen, die die Wirksamkeit der Löschmaßnahmen beeinträchtigen können. Vor diesem Hintergrund priorisiert der Einsatz die Stabilisierung des rechten Flügels und die konsequente Kontrolle von Glutbereichen entlang des Perimeters.
Evakuierungen bleiben in Kraft. Nach Regierungsangaben sind weiterhin etwa 1.046 Personen außer Haus. Der Rückkehrplan wird vorbereitet und soll schrittweise umgesetzt werden, sobald Stromversorgung, Telefonie und Zugangswege gesichert sind und der Perimeter freigegeben ist. Ein konkreter Zeitpunkt hängt von der Wetterlage und den täglichen Lagebewertungen durch CECOPI ab; die Behörden betonen, dass Sicherheit von Bevölkerung und Einsatzkräften Vorrang hat.
Bei den Löscharbeiten kam ein Angehöriger der Unidad Militar de Emergencias ums Leben. Der Verstorbene, Javier García Sancho aus La Almunia de Doña Godina, wurde bei einem Einsatz am Wochenende tödlich verletzt; die Gemeinde ordnete drei Tage Trauer an. Unterstützung bei der Brandbekämpfung kommt zudem aus benachbarten Regionen.
Die Bilanz der verbrannten Fläche bleibt vorläufig; genauere Werte werden in den kommenden Tagen mit Hilfe von Satellitendaten aktualisiert. Aussagen zur vollständigen Kontrolle des Feuers bleiben vorsichtig und sind ausdrücklich an die Entwicklung von Wind, Temperatur und Feuchte sowie an die Fortschritte am rechten Flügel gebunden.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).