In Gátova (Provinz Valencia) ist am Sonntag beim Wiederbezug der Wohnungen nach dem Waldbrand in der Sierra Calderona der Leichnam eines Mannes entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei steht der Todesfall nicht im Zusammenhang mit dem Feuer. Die Rückkehr der rund 1.000 zuvor Evakuierten war am Vormittag genehmigt worden und gilt unter Auflagen.
Polizeikreisen zufolge lebte der Mann allein, litt an einer chronischen Erkrankung und erhielt häusliche Betreuung. Der Zustand des Körpers deutet darauf hin, dass der Tod bereits vor mehreren Tagen eingetreten sein könnte – also noch vor der Evakuierung am Freitag. Zur Identität und endgültigen Todesursache machten die Behörden bislang keine Angaben. Die zuständigen Ermittlungsbehörden, darunter die Guardia Civil, führen die Untersuchungen.
Der Brand hatte in der Sierra Calderona im Grenzbereich zwischen Segorbe (Provinz Castellón) und Gátova gewütet. Die Generalitat Valenciana forderte am Freitag zunächst die Bevölkerung auf, in den Häusern zu bleiben, und ordnete rund zwei Stunden später gegen 17.30 Uhr die vollständige Evakuierung von Gátova an. Am Sonntag um 11.00 Uhr teilte der Notrufdienst 112 CV mit, der Brand sei stabilisiert; anschließend wurde die Rückkehr erlaubt. Die Bevölkerung soll vorerst in den Wohnungen bleiben, Fenster geschlossen halten und nur abgefülltes Wasser trinken, bis die Qualität der Versorgung geprüft ist.
Auch die Verkehrslage bleibt eingeschränkt. Die Straße CV-25 ist zwischen Olocau und Altura weiterhin für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Fahrzeuge sollen nicht auf der Straße abgestellt werden, um Einsatzfahrzeuge nicht zu behindern; für Anwohner wurde ein Zugangskorridor eingerichtet. Die Regionalbehörden verweisen darauf, dass gesundheitliche Risiken durch Rauch sowie mögliche Beeinträchtigungen von Wasserquellen erst nach Abschluss laufender Analysen sicher ausgeschlossen werden können.
Gátova zählt üblicherweise weniger als 500 Einwohner, war aber in diesen Tagen durch Ferienaufenthalte und Zweitwohnsitze deutlich stärker belegt. Die vorläufige Entwarnung für den Brandherd und die schrittweise Normalisierung im Ort stehen unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung vor Ort. Offizielle Detailangaben zu Identität und Todesursache des aufgefundenen Mannes werden nach Abschluss der Ermittlungen erwartet.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).