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Proteste zum Schulbeginn in Valencia: Tausende fordern Kurswechsel in der Bildung

In València, Alicante und Castelló demonstrierten am 12. September Tausende für mehr Personal, kleinere Klassen und Verhandlungen mit der Conselleria d'Educació. Auf Bannern stand auch „consellera dimissió“. Die Regierung setzt auf Gespräche.

Mit dem Start des neuen Schuljahrs ist die Bildungspolitik der Comunitat Valenciana erneut auf der Straße verhandelt worden: In València, Alicante und Castelló demonstrierten am Samstag Tausende Lehrkräfte, Familien und Schüler gegen die Linie der Regionalregierung. Auf der Spitze der Züge der Plataforma per l'Ensenyament Públic stand eine große Forderung: „consellera dimissió“. Zugleich verlangten die Teilnehmenden mehr Personal, kleinere Klassen, zusätzliche Mittel für Inklusion und bessere Infrastruktur.

Die Proteste markieren die Fortsetzung eines seit Monaten festgefahrenen Konflikts zwischen Bildungsverwaltung und Gewerkschaften. Ein jüngst vorgelegtes Gesamtpaket der Conselleria d'Educació fand laut elDiario.es in einer internen Abstimmung deutliche Ablehnung: 87 Prozent der Teilnehmenden votierten dagegen; Zustimmung erhielt allein der Punkt zur Entbürokratisierung. Weiter strittig sind demnach Personalschlüssel, Schulbauten, inklusive Beschulung, Berufliche Bildung, die Ausstattung der Kollegien sowie der Stellenwert des Valencianischen.

Zu den Trägern der Demonstrationen zählten die Gewerkschaften STEPV, CCOO PV und UGT PV, unterstützt von Eltern- und Schülervertretungen. Die Plattform kündigte an, die Mobilisierung fortzusetzen, sollte die Regionalregierung keine greifbaren Zusagen machen. Aus Gewerkschaftskreisen heißt es, ein zügiger Abschluss sei nur möglich, wenn verbindliche Schritte zu mehr Personal und niedrigeren Klassenstärken auf den Tisch kommen.

Die Bildungsverwaltung zeigte sich um Deeskalation bemüht. Der Sekretär der Conselleria d'Educació, Daniel McEvoy, erklärte, man respektiere die Demonstrationen, betonte aber, die Lösung liege in „mehr Verhandlung und weniger Konfrontation“. Konkrete Zusagen zu zusätzlichen Lehrkräften, festgelegten Obergrenzen für die Klassengrößen oder Investitionsprogrammen für Gebäude nannte die Generalitat nicht. Aus dem Umfeld der Regierung heißt es, man wolle die Gespräche mit den Sozialpartnern fortführen.

Offen ist, ob der Druck der Straße rasch zu Ergebnissen führt. Fest steht, dass der Schuljahresbeginn im Zeichen der Konfliktlinien verläuft, die bereits im vergangenen Schuljahr zu mehreren Mobilisierungen führten. Für die kommenden Wochen rechnen die Organisatoren mit weiteren Aktionen, sofern die Verhandlungen keine substantiellen Fortschritte bringen. Der aktuelle Streit dreht sich weniger um Grundsatzprogramme als um messbare Zusagen bei Personal, Raum und Zeit – Punkte, an denen sich die Unterrichtsqualität im Alltag der Schulen entscheidet.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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