La Rioja

Policía Nacional warnt in La Rioja vor WhatsApp-Betrug mit Verifizierungscode

Nach festgestellten Fällen in La Rioja warnt die Jefatura Superior de Policía de La Rioja vor einer WhatsApp-Masche, bei der Täter einen per SMS zugesandten Verifizierungscode erbitten, Konten kapern und anschließend Geldforderungen an Kontakte…

Die Jefatura Superior de Policía de La Rioja hat am 19. August 2026 vor einer aktuell registrierten Betrugsmasche über WhatsApp gewarnt. Demnach geben sich Kriminelle als vertraute Kontakte aus und fordern Betroffene auf, einen an deren Mobiltelefon gesendeten SMS mit einem Verifizierungscode weiterzuleiten. Wer den Code preisgibt, ermöglicht den Angreifern die Übernahme des eigenen WhatsApp-Zugangs. Anschließend nutzen die Täter das kompromittierte Profil, um an andere Kontakte Dringlichkeitsbotschaften zu senden und kurzfristige Überweisungen zu erwirken, so die Polizei.

Die Behörde betont, dass Gespräche zunächst glaubwürdig wirken: Name, Profilfoto und die bisherige Art der Kommunikation sind vorhanden. Der entscheidende Schritt erfolgt, wenn vermeintliche Bekannte behaupten, ein Code sei „irrtümlich“ an die falsche Nummer gesendet worden, und um dessen Weitergabe bitten. Nach der Kontoübernahme weiten die Täter das Vorgehen oftmals in die Kontaktliste aus, wodurch Kettenreaktionen mit weiteren Geschädigten entstehen. Konkrete Fallzahlen nannte die Policía Nacional für La Rioja zunächst nicht.

Die Warnung reiht sich in bereits in Spanien bekannte Muster ein, erhält aber durch die nun gemeldeten Fälle in La Rioja aktuelle Relevanz. Das nationale Cybersicherheitsinstitut INCIBE weist seit Längerem darauf hin, dass die Weitergabe eines sechsstelligen Verifizierungscodes den Zugang auf einem fremden Gerät ermöglicht und damit Identitätsmissbrauch begünstigt. Laut lokalen Medien wie elDiario.es kursieren zudem Varianten, in denen mit angeblichen Jobangeboten oder technischem Support Vertrauen aufgebaut wird, bevor der Code abgefragt wird.

Als Präventions- und Sofortmaßnahme empfiehlt die Policía Nacional, niemals Verifizierungscodes weiterzugeben, zweistufige Verifizierung in WhatsApp zu aktivieren und bei überraschenden Anfragen alternative Kontaktwege (etwa einen kurzen Anruf) zur Echtheitsprüfung zu nutzen. Wer den Verdacht hat, dass sein Konto kompromittiert wurde, sollte umgehend versuchen, den Zugang zurückzusetzen, alle Kontakte warnen, unbekannte Geräte-Sitzungen beenden und Anzeige erstatten. Wichtig ist außerdem, Zahlungsaufforderungen über Messenger grundsätzlich misstrauisch zu begegnen und Sicherheitseinstellungen regelmäßig zu prüfen.

Die aktuelle Mitteilung der Jefatura Superior de Policía de La Rioja unterstreicht die zentrale Rolle von Vertrauen in derartigen Social-Engineering-Angriffen. Der Schaden betrifft nicht nur einzelne Konten, sondern potenziell ganze Netzwerke von Kontakten, was die Aufklärung erschwert und die Dynamik der Täter begünstigt. Entsprechend mahnen die Behörden zu besonderer Aufmerksamkeit, wenn auf WhatsApp unerwartet um Codes oder Überweisungen gebeten wird.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk