Die Regierung von Kantabrien hat am 24. Oktober 2026 vor einer Betrugswelle auf WhatsApp gewarnt, die sich als Abstimmung für einen vermeintlichen Kinder‑Tanzwettbewerb tarnt. Laut der Direktion für Handel und Verbraucherschutz beginnt der Angriff mit einer Nachricht, die scheinbar von einer bekannten Person stammt und um eine Stimme für „ein Mädchen im Wettbewerb“ bittet. Der beigefügte Link fordert Telefonnummer und einen Code an, der als Bestätigung ausgegeben wird. Tatsächlich autorisiert dieser Code die Verknüpfung eines fremden Geräts mit der eigenen WhatsApp‑Sitzung und ermöglicht so die Übernahme des Kontos.
Die Warnung aus Kantabrien deckt sich mit Hinweisen des nationalen Cybersicherheitsinstituts INCIBE und Mitteilungen der Policía Nacional vom 21. und 22. Oktober 2026. Demnach ist die Masche in mehreren Regionen Spaniens nachgewiesen. Einmal kompromittierte Konten senden die Täuschungsnachricht automatisiert an weitere Kontakte, um neue Kopplungen, Geldforderungen oder das Nachladen schädlicher Inhalte zu erreichen. Fachleute betonen, dass der vermeintliche „Stimmen‑Code“ nicht der Abstimmung dient, sondern der Autorisierung verbundener Geräte.
Die Behörden empfehlen einheitlich: verdächtige Links nicht öffnen, keinerlei Codes oder Zugangsdaten weitergeben, ungewöhnliche Anfragen über einen zweiten Kanal prüfen und in den WhatsApp‑Einstellungen die Liste „Verbundene Geräte“ kontrollieren. Zusätzlich raten sie, die Zwei‑Schritt‑Verifizierung zu aktivieren, Betriebssystem und Apps aktuell zu halten, starke und unterschiedliche Passwörter zu verwenden und Belege wie Screenshots, Nachrichtentexte und Webadressen zu sichern.
Betroffene sollen Kontakte außerhalb von WhatsApp informieren, unautorisierte Sitzungen sofort trennen und den Vorfall melden. INCIBE bietet hierfür die kostenfreie Orientierungshotline 017 an. Die Behörden nennen als gesicherte Tatsachen den Verbreitungsweg, die aktuellen Warntermine und die empfohlenen Gegenmaßnahmen. Mögliche finanzielle Schäden oder Datenmissbrauch werden als Risiken benannt, die im Einzelfall zu prüfen sind.
Der aktuelle Hinweis des Gobierno de Cantabria reiht sich ein in eine Serie landesweiter Warnungen zu Social‑Engineering‑Tricks, die Vertrauen zwischen Kontakten ausnutzen. Der Fall zeigt, dass Angreifer zunehmend legitime Funktionen von Diensten missbrauchen – hier die Kopplung verbundener Geräte –, um ohne sichtbare Malware Zugriff zu erlangen. Nutzerinnen und Nutzer, die eine derartige Anfrage erhalten oder bereits einen vermeintlichen Abstimmungs‑Code geteilt haben, sollten umgehend handeln und die empfohlenen Schritte umsetzen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).