Aktuell

Guardia Civil nimmt in Kantabrien 27 Verdächtige fest – Einsatz gegen Zwangsprostitution und Drogen

Bei der Operación Pucero hat die Guardia Civil in Kantabrien 27 Personen festgenommen. Fünf Beschuldigte sitzen in Untersuchungshaft. Der Einsatz richtete sich gegen Zwangsprostitution, Drogenhandel und die widerrechtliche Besetzung von Wohnungen.

Die Guardia Civil hat nach eigenen Angaben in Kantabrien eine mutmaßliche kriminelle Gruppe zerschlagen, die Frauen zur Prostitution gezwungen, mit Drogen gehandelt und Wohnungen widerrechtlich besetzt haben soll. In der Operación Pucero wurden 27 Personen in Kantabrien festgenommen; gegen eine weitere Person wird in der Provinz Valencia ermittelt. Fünf Beschuldigte befinden sich nach richterlicher Entscheidung in Untersuchungshaft.

Laut der Guardia Civil durchsuchten Einsatzkräfte an zwölf Orten in Kantabrien mehrere Wohnungen und Objekte. Eine weitere Maßnahme fand in der Gemeinde Chiva in der Provinz Valencia statt. Die Ermittler beschlagnahmten Bargeld, Betäubungsmittel und Unterlagen. Nach der Darstellung der Behörde wurden Marihuanablüten aus einer Indoor-Anlage sowie Kokain und Haschisch sichergestellt. Zudem wurde eine technische Anlage zur Aufzucht von Marihuana samt eigener Energieversorgung demontiert.

Nach bisherigem Ermittlungsstand wurden mindestens vier ausländische Frauen identifiziert, die in ihren Herkunftsländern mit falschen Versprechungen angeworben und in Kantabrien zur Prostitution gezwungen worden sein sollen. Die mutmaßlichen Opfer wurden den Angaben zufolge an spezialisierte Dienste übergeben und erhalten Schutz- und Betreuungsmaßnahmen. Den Festgenommenen werden nach Behördenangaben Straftaten des Menschenhandels mit dem Ziel der sexuellen Ausbeutung, Drogenhandel sowie die widerrechtliche Besetzung von Immobilien zur Last gelegt. Hinzu kommen mutmaßliche Urkundenfälschungen und Betrug bei Versorgungsleistungen.

Die Ermittlungen stehen unter Leitung der zuständigen Untersuchungsgerichte von Santoña. Durchsuchungen und die Anordnung von Untersuchungshaft setzen richterliche Beschlüsse voraus; die Guardia Civil führt die operativen Maßnahmen und die Sicherung von Beweismitteln durch. Der in Spanien gängige Begriff Okupation, den die Behörde verwendet, bezeichnet die unbefugte Inbesitznahme von Wohnungen oder Häusern.

Der aktuelle Stand präzisiert bereits seit Ende September berichtete Festnahmen im selben Komplex. Die nun mitgeteilten Zahlen benennen den Umfang des Netzwerks und seine regionale Verankerung in Kantabrien mit einem Ableger in Valencia. Namen der Festgenommenen und weitere Details zu der sichergestellten Beute wurden bislang nicht veröffentlicht. Die Guardia Civil betont, dass Auswertungsergebnisse zu Umfang und finanziellen Strukturen des Netzwerks noch ausstehen. Die gerichtliche Untersuchung bleibt geöffnet; weitere Maßnahmen sind möglich. Die Angaben beruhen auf Mitteilungen vom 23. Oktober 2026 und übereinstimmenden regionalen Medienberichten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk