Spaniens Landwirtschafts‑, Fischerei‑ und Ernährungsminister Luis Planas hat am 1. September 2026 beim Pacific Islands Forum in Palau internationales Recht und multilaterale Zusammenarbeit als Schlüssel zur Bewältigung globaler Herausforderungen hervorgehoben. In seiner Ansprache bekräftigte er, Spanien werde sein Engagement an den von den pazifischen Staaten gesetzten Prioritäten ausrichten, insbesondere beim Schutz der Meere, der Klimaanpassung und der Ernährungssicherheit.
Planas würdigte die pazifischen Staaten als „große ozeanische Staaten“, die erhebliche maritime Räume bewirtschaften und schützen. Daraus leite sich eine gemeinsame Verantwortung ab, Regeln zu stärken und Kooperationen auszubauen. Er verwies auf die Strategie 2050 für den Blauen Pazifik, die die langfristigen Ziele der Region bündelt, und nannte als praktisches Instrument die Pacific Resilience Facility, die Kapazitäten zur Vorsorge gegen Naturkatastrophen und klimabedingte Risiken stärken soll. Nach Darstellung des Ministers will Spanien hier an bestehende Programme anknüpfen und die Zusammenarbeit vertiefen.
Die Regierung sieht im maritimen Profil Spaniens eine Grundlage für engere Partnerschaften mit Inselstaaten. Das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung stellte einen Anstieg der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit im Jahr 2025 heraus, der zusätzlichen Spielraum für Projekte in klimaresilienter Infrastruktur und nachhaltiger Meeresnutzung eröffnen soll. Konkrete Vorhaben, Umfänge und Zeitpläne bleiben in den bisher veröffentlichten Angaben offen; die Abstimmung mit regionalen Partnern steht nach Regierungsangaben im Vordergrund.
Der Auftritt Spaniens beim Pacific Islands Forum erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Aufmerksamkeit für den Pazifikraum. Konfligierende Interessen an natürlichen Ressourcen und Sicherheitsfragen haben die regionale Agenda zuletzt erweitert. Planas setzte dem einen normativen Ansatz entgegen, der auf die Stärkung internationaler Regeln, transparenter Verfahren und gemeinsamer Institutionen zielt. Zugleich betonte er, multilaterale Foren seien der geeignete Rahmen, um Verbindlichkeit zu schaffen und die Belastungen kleiner Inselstaaten durch den Klimawandel fair zu verteilen.
Spanien unterhält seit Jahren Dialogformate mit Staaten der Region und unterstützt Projekte zu Fischereimanagement, Meeresüberwachung und Anpassung an steigende Meeresspiegel. Der Minister stellte in Palau in Aussicht, diese Linien fortzuführen und enger mit regionalen Strategien zu verzahnen. Die Regierung verknüpft dies mit dem Anspruch, den Schutz mariner Ökosysteme, die Ernährungssicherheit und die Resilienz gegen Klimarisiken gemeinsam voranzubringen.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).