Politik

Partido Popular und Vox koordinieren Senatskandidaturen vor der Wahl am 29. November

Partido Popular und Vox haben am 26. Oktober 2026 ein Abkommen zur Koordinierung ihrer Kandidaturen für den spanischen Senat geschlossen. Ziel ist es, die Mandatschancen des bürgerlich-rechten Lagers bei der Parlamentswahl am 29. November…

Partido Popular und Vox haben am 26. Oktober 2026 eine koordinierte Aufstellung für die Wahl zum spanischen Senat vereinbart. Beide Parteien bestätigten, dass Vox in mehreren Provinzen auf eigene Listen verzichtet und stattdessen parteiunabhängige Bewerberinnen und Bewerber unterstützt, die auf Listen des Partido Popular erscheinen. Nach übereinstimmenden Angaben umfasst die Koordination zahlreiche Provinzen; europaweit verbreitete Agenturberichte nennen rund zwanzig Unabhängige auf PP-Listen sowie mehrere Provinzen, in denen Vox nicht antritt. Die Parlamentswahlen finden am 29. November 2026 statt.

Als Begründung nennen beide Parteien die bessere Bündelung der Stimmen des bürgerlich-rechten Lagers. Alberto Núñez Feijóo verwies in den vergangenen Tagen auf laufende Gespräche zur „Optimierung“ der Senatswahl. Santiago Abascal bekräftigte, Vox sei bereit, mit unterschiedlichen Formeln anzutreten, sofern dies die Erfolgsaussichten im Oberhaus erhöhe. Konkrete Namenslisten sind teils noch im Fluss; Parteien und regionale Verbände stellten bis Redaktionsschluss weitere Details in Aussicht.

Kritik kommt von linksgerichteten Parteien und zivilgesellschaftlichen Gruppen, die die Verständigung als faktische Allianz mit einer von ihnen als extremistisch eingestuften Kraft bewerten. Vertreter des Partido Popular und von Vox weisen dies zurück und sprechen von einem taktischen Vorgehen innerhalb der gesetzlichen Spielräume des Senatswahlrechts. Der Senat hat in Spanien Mitwirkungsrechte bei Gesetzgebungsverfahren, kann Beschlüsse des Abgeordnetenhauses verzögern und ist an der Erneuerung bestimmter Verfassungsorgane beteiligt. Aus Sicht beider Parteien soll die Koordination sicherstellen, dass eine bürgerliche Mehrheit im Oberhaus erhalten oder ausgebaut wird.

Unklar bleibt, wie groß der Effekt der Vereinbarung am Wahltag tatsächlich sein wird. Der Einfluss hängt wesentlich von der Mobilisierung der eigenen Anhängerinnen und Anhänger in den Provinzen ab, in denen auf getrennte Listen verzichtet wird oder unabhängige Kandidaturen auf PP-Listen erscheinen. Beobachter betonen zudem, dass unterschiedliche regionale Dynamiken den rechnerischen Vorteil koordinierter Aufstellungen abschwächen oder verstärken können.

Fest steht: Der Schritt ist für den spanischen Senat in diesem Umfang ungewöhnlich und signalisiert die wahlstrategische Priorität, das Kräfteverhältnis im Oberhaus gezielt zu beeinflussen. Verlässliche Bewertung und genaue Sitzverteilung werden erst nach dem 29. November 2026 möglich sein.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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