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Neue Evakuierungen bei Segorbe – Waldbrand in Las Hurdes stabilisiert

Valencianische Behörden haben Gátova wegen des außer Kontrolle geratenen Feuers bei Segorbe evakuiert. In Las Hurdes meldete Extremadura die Stabilisierung des Brandes bei Pinofranqueado.

Der Waldbrand nahe Segorbe (Provinz Castellón) hat am Freitag, 21. August 2026, zur Evakuierung von Gátova geführt. Die Generalitat Valenciana ordnete nach einer zeitweiligen Anweisung zum Verbleib in Gebäuden die Räumung des Ortes an; betroffen waren nach Behördenangaben rund 1.000 Personen, deutlich mehr als die Zahl der Einwohner im Melderegister, da sich in den Sommermonaten zusätzliche Bewohner aufhalten. Parallel wurde der Brand bei Pinofranqueado in der Region Las Hurdes (Provinz Cáceres) nach vier Tagen Einsatz als stabilisiert gemeldet.

In der Comunidad Valenciana beschrieben Einsatzleitungen die Lage bei Segorbe als weiterhin außer Kontrolle. Das Feuer entwickelte mindestens drei Fronten in schwer zugänglichem Gelände, Teile der Sierra Calderona sind betroffen. Am Freitagnachmittag trieben wechselnde Winde die Rauchfahnen in Richtung Gátova; gegen 15.00 Uhr wurde zunächst das Verbleiben in Innenräumen angeordnet, anschließend die Evakuierung. Vorläufige Schätzungen nannten eine betroffene Fläche von etwa 423 Hektar. Zahlreiche Bodentrupps und Luftunterstützung waren im Einsatz, um ein Übergreifen auf weitere Waldflächen zu verhindern.

Die staatliche Wetteragentur Aemet rechnete in den kommenden Tagen mit für die Jahreszeit unterdurchschnittlichen Temperaturen und verbreitet höheren Niederschlägen, vor allem im Westen der Iberischen Halbinsel. Diese Entwicklung könnte die Löscharbeiten unterstützen. Gleichzeitig wiesen die Einsatzstäbe darauf hin, dass lokale Windböen die Ausbreitung unberechenbar beeinflussen können.

In Extremadura entspannte sich die Lage: Der Brand bei Pinofranqueado wurde als stabilisiert eingestuft. Die Junta de Extremadura hielt zunächst die Stufe Situación Operativa 2 ihres Waldbrandplans aufrecht, während Nachlöscharbeiten fortgesetzt und Glutnester gesichert wurden. Nach Behördenangaben beläuft sich die vorläufige Schadfläche auf rund 4.350 Hektar. Evakuierte Bewohner mehrerer betroffener Weiler (Alquerías) konnten zurückkehren; einzelne Straßenabschnitte blieben vorerst gesperrt, bis Gefahren durch herabfallende Äste und eingeschränkte Sicht gebannt sind.

Behörden betonen, dass alle Angaben zu verbrannter Fläche und Schadensumfang vorläufig sind und sich nach Luftbildauswertung und forensischer Analyse ändern können. Für die Comunidad Valenciana bleibt das Risiko von Flammenüberschlägen und Sekundärbränden erhöht, solange Wind und Topografie den Zugang zu Brandlinien erschweren. In Las Hurdes konzentrieren sich die Kräfte auf das Abkühlen von Randbereichen, das Beseitigen umgestürzter Bäume und die Kontrolle möglicher Wiederentzündungen. Entscheidungen über weitere Lockerungen von Absperrungen sollen schrittweise und lageabhängig getroffen werden.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen