Extremadura

Waldbrand in Las Hurdes stabilisiert sich – drei Weiler dürfen zurückkehren

Die Einsatzleitung meldet in der Nacht zum 21. August eine günstige Entwicklung in Pinofranqueado (Las Hurdes, Cáceres); Bewohner von Aceitunilla, Erías und Cerezal kehren nach Freigabe zurück.

Der Waldbrand in der Gemeinde Pinofranqueado im Gebiet Las Hurdes (Provinz Cáceres) hat sich nach Angaben der regionalen Einsatzleitung in der Nacht zum 21. August 2026 günstig entwickelt. Die Behörden erlaubten die Rückkehr der Bewohner der alquerías Aceitunilla, Erías und Cerezal. Der Brand bleibt jedoch in mehreren Sektoren aktiv; die Lage wird weiterhin eng überwacht.

Nach der nächtlichen Sitzung des regionalen Koordinationszentrums erklärte der Vizepräsident der Junta de Extremadura, Abel Bautista, die Löscharbeiten hätten verhindert, dass das Feuer den Fluss Malvellido überquert – ein Bereich, der als besonders sensibel gilt. Zugleich räumte Bautista ein, dass noch Glutnester verblieben, vor allem im Westen bei Horcajo sowie im Norden in der Umgebung von El Gasco, wo die steile Topographie den Zugang behindert.

Die Einsatzleitung hat den Perimeter des Brandes neu abgegrenzt. Die jüngste Schätzung nennt rund 4.250 Hektar betroffene Fläche und liegt damit unter zuvor genannten Zahlen. Fachleute betonen, dass solche Korrekturen häufig mit genaueren Vermessungen und einem verbesserten Überblick über Überschneidungen innerhalb des Feuers zusammenhängen und nicht zwingend eine reale Ausdehnungsverringerung anzeigen. Eine leichte Wetterberuhigung und der koordiniert eingesetzte Mix aus Luft- und Bodeneinheiten erleichterten am Abend direkte Angriffe auf mehrere Flanken; in der Nacht waren Luftmittel nur eingeschränkt verfügbar, weshalb Schwerpunkte auf Sicherungs- und Kühlarbeiten lagen.

Die Junta de Extremadura hält das operative Niveau 2 des regionalen Waldbrandplans INFOEX aufrecht. Die Einsatzführung warnt vor möglichen nächtlichen Wiederentzündungen in schwer zugänglichem Gelände. Priorität haben weiterhin der Schutz gefährdeter Ortschaften, die Stabilisierung exponierter Linien und das Eindämmen der aktiven Fronten, bevor am Morgen erneut ein umfassender Zugriff auf die schwierigsten Sektoren möglich wird.

Der Brand war am 18. August in Pinofranqueado ausgebrochen und hatte in kurzer Zeit mehrere Weiler der Region Las Hurdes betroffen. In den ersten Tagen wurden zahlreiche Einwohner vorsorglich evakuiert oder zeitweise angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben; hiervon war auch die Gemeinde Nuñomoral betroffen. Die Unidad Militar de Emergencias unterstützt seit dem frühen Einsatzverlauf die regionalen Kräfte. Zu möglichen Ursachen machten die Behörden bislang keine gesicherten Angaben; Ermittlungen der zuständigen Dienste dauern an.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen