Regionen

Mompó entschuldigt sich für Tweet an Morant und wirft ihr Opferrolle vor

Der Präsident der Diputación de València, Vicent Mompó, hat sich am 8. September 2026 für einen beleidigenden Tweet an Wissenschaftsministerin Diana Morant entschuldigt – und ihr zugleich vorgehalten, sich in die Opferrolle zu begeben.

Der Präsident der Diputación de València, Vicent Mompó, hat sich am 8. September 2026 öffentlich „bei der Gesellschaft im Allgemeinen“ für einen Tweet an die Generalsekretärin des PSPV und Wissenschaftsministerin Diana Morant entschuldigt. Zugleich forderte er Morant auf, „aufzuhören, sich als Opfer darzustellen“, und erklärte: „A política se viene llorado.“

Auslöser ist ein Beitrag auf der Plattform X vom 4. September, in dem Mompó die Ministerin als „llepaculs“ des Regierungschefs Pedro Sánchez bezeichnete und hinzufügte: „No vales para nada, así de claro.“ Der Wortlaut wurde breit zitiert und führte noch am Wochenende zu Kritik aus der Opposition in der Comunidad Valenciana, die eine klare Entschuldigung und politische Konsequenzen verlangte.

Mompó räumte am Montag ein, die Wortwahl sei unangebracht gewesen, wies aber den Vorwurf zurück, seine Äußerungen seien „machistisch“. Er warnte vor einer „Banalisierung“ von Gewalt gegen Frauen, wenn jede grobe politische Kritik automatisch in diese Kategorie eingeordnet werde. Inhaltlich begründete er den scharfen Ton mit früheren Kontroversen um Morants Aussagen zur Bewältigung der DANA vom 29. Oktober 2024 in der Region; er habe damals vor Ort Verantwortung übernommen, Morant habe die Lage aus seiner Sicht nicht ausreichend begleitet. Diese Darstellung ist seine Sicht der Dinge und wird von der Gegenseite bestritten.

Vertreter des PSPV bewerteten den Tweet als herabwürdigend und respektlos gegenüber einer Amtsträgerin. Aus den Reihen der Sozialisten wurden umgehend eine Rücknahme der Beleidigungen und personelle Konsequenzen gefordert. In Teilen der konservativen Kommunalpolitik gab es hingegen Stimmen, die Mompós spätere Entschuldigung als ausreichend erachteten oder seine ursprüngliche Kritik an Morant inhaltlich verteidigten. Konkrete disziplinarische Schritte gegen Mompó lagen bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Der Vorfall, der in Valencia seinen Ausgang nahm, hat die landesweite Debatte über Umgangsformen in der politischen Auseinandersetzung erneut belebt. Er berührt zugleich die Frage, wie geschlechterbezogene Zuschreibungen in Konflikten verwendet werden und wo legitime, auch harte Kritik endet. Während Mompó mit seiner Entschuldigung den Konflikt formal zu entschärfen versucht, bleibt der Streit über Grenzen politischer Sprache und die Verantwortung führender Amtsträger für das öffentliche Klima bestehen. Weitere Reaktionen aus den Parteien, insbesondere dem Partido Popular und dem PSPV, sind zu erwarten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk