Madrid

Madrid plant Gesetzesänderung: Verbot von Arizónicas nahe Waldflächen und Millionenzuschuss für Ersatz

Die Comunidad de Madrid will die Ley Forestal y de Protección de la Naturaleza ändern und Arizónicas sowie andere harzhaltige Hecken an der Schnittstelle zwischen Siedlung und Wald verbieten. Zugleich ist ein Fördertopf von…

Die Comunidad de Madrid hat am 13. August 2026 angekündigt, die Ley Forestal y de Protección de la Naturaleza zu reformieren und die Nutzung von Arizónicas sowie anderen harzhaltigen Hecken an der Schnittstelle zwischen Siedlung und Wald zu untersagen. Parallel soll ein Förderprogramm in Höhe von einer Million Euro Eigentümerinnen und Eigentümer unterstützen, die bestehende Hecken in der Nähe von Waldflächen gegen weniger feueranfällige Arten austauschen. Die Präsidentin Isabel Díaz Ayuso machte die Ankündigung in Tres Cantos, ein Jahr nach dem Brand im Bereich von Soto de Viñuelas im August 2025, bei dem eine Person starb.

Nach Darstellung der Regionalregierung hat die Erfahrung aus dem Brandverlauf gezeigt, dass dichte, harzreiche Hecken die Ausbreitung von Flammen begünstigen und Löschmaßnahmen erschweren können. Das Verbot soll in die Reform der Ley Forestal y de Protección de la Naturaleza integriert werden; zusätzlich bereitet die Exekutive eine Änderung der Ley del Arbolado Urbano vor, um die Entfernung solcher Sträucher an Grundstücksgrenzen zu erleichtern. Im Fokus stehen Zonen der sogenannten urban‑forstlichen Schnittstelle, in denen die Vegetationspflege auf Privatgrundstücken das Risiko für angrenzende Wohnbebauung unmittelbar beeinflusst.

Die geplante Förderlinie umfasst insgesamt eine Million Euro und soll den Austausch vorhandener Arizónicas gegen resistentere Arten mitfinanzieren. Welche Eigentümerinnen und Eigentümer antragsberechtigt sind, wie die Verfahren und Fristen ausgestaltet werden und wie die betroffenen Zonen genau abgegrenzt werden, will die Comunidad de Madrid in nachfolgenden Durchführungsbestimmungen präzisieren. Bislang liegen hierzu lediglich Grundzüge vor.

Hintergrund und Folgen: Nach dem Brand nahe Tres Cantos hat die Regionalverwaltung die Prävention und das Brennstoffmanagement in Soto de Viñuelas und anderen periurbanen Waldflächen überprüft. Betroffen sind Kommunen und Eigentümergemeinschaften im Norden von Madrid ebenso wie Baumschulen und GaLaBau‑Betriebe, die ihr Sortiment und ihre Beratung anpassen müssen. Umweltverbände verweisen seit Jahren auf die Risiken schnell wachsender, harzreicher Hecken in dicht bebauten Lagen; die Regionalregierung greift diese Argumentation nun auf. Aussagen zur Wirksamkeit des Verbots bleiben vorläufig: Entscheidend werden Kontrolle, Pflegeauflagen und die Geschwindigkeit sein, mit der private Bestände tatsächlich ersetzt werden. Die Regierung kündigte an, die technischen Kriterien und Prioritäten in den kommenden Wochen zu konkretisieren.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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