Kanaren

Kanaren starten zwei Hackathons für Ökodesign und Kreislaufwirtschaft

Die Regionalregierung ruft für den 26. September auf Teneriffa und den 3. Oktober auf Gran Canaria zu Hackathons auf; ein Fachjurysystem vergibt insgesamt 3.000 Euro Preisgeld.

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat den Start zweier Hackathons zu Ökodesign und Kreislaufwirtschaft angekündigt. Die Präsenzveranstaltungen finden am Samstag, 26. September, auf Teneriffa und am Samstag, 3. Oktober, auf Gran Canaria statt; jeweils von 9 bis 20 Uhr. Ausrichter ist die Consejería de Transición Ecológica y Energía des Gobierno de Canarias über die Dirección General de Calidad Ambiental.

Die Treffen richten sich an Studierende, Fachkräfte, Gründerinnen und Gründer sowie weitere Interessierte. Ziel ist es, in interdisziplinären Teams binnen eines Tages konkrete Lösungsansätze für inselspezifische Herausforderungen zu erarbeiten. Genannt werden vier Schwerpunkte: die Verringerung von Einwegkunststoffen in Veranstaltungen und Gastronomie; die Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe für neue Produkte oder Geschäftsmodelle; die Förderung von Reparatur, Wiederverwendung und zweitem Lebenszyklus von Waren; sowie Ökodesign-Konzepte zur Abfallvermeidung im Tourismussektor.

Die Teilnahme ist kostenfrei; Anmeldungen laufen über die Plattform Circular Canarias. Teams erhalten während der Arbeitsphasen fachliche Begleitung, um Ideen zu strukturieren, zu validieren und zu präsentieren. Nach Angaben der Organisatoren ist ein fertiges Projekt nicht erforderlich; gefragt seien Problembewusstsein, Umsetzungsorientierung und die Bereitschaft, Vorschläge mit Expertinnen und Experten zu schärfen.

In beiden Wettbewerben werden Preisgelder vergeben: 750 Euro für den ersten Platz, 500 Euro für den zweiten und 250 Euro für den dritten Platz – insgesamt 3.000 Euro. Ein Fachjuryverfahren bewertet die Einreichungen nach vier Kriterien: Innovationsgrad, Umwelteinfluss, praktische Machbarkeit und Potenzial der Umsetzung im kanarischen Kontext. Damit soll sichergestellt werden, dass prämierte Ideen über das Konzeptstadium hinaus zu anwendbaren Lösungen reifen können.

Der Generaldirektor für Umweltqualität, Ángel Montañés, betont in diesem Zusammenhang die Suche nach „Talent, Wissen und neuen Blickwinkeln“, die den Übergang zu einer zirkulären Inselwirtschaft beschleunigen sollen. Zugleich versteht die Regionalregierung die Hackathons als Testfeld für Maßnahmen der Abfallvermeidung und Ressourceneffizienz sowie als Schaufenster lokaler Innovationspotenziale.

Die Initiative ist Teil des Plan de Acción de Economía Circular 2024–2026 und damit in die Umsetzung der Estrategia Canaria de Economía Circular 2021–2030 eingebettet. Daran anknüpfende Schritte – etwa Pilotprojekte oder Förderpfade – hängen nach offizieller Lesart davon ab, inwieweit überzeugende Ansätze nach den Wettbewerben weitergeführt und in Kooperation mit Verwaltungen und Unternehmen in konkrete Anwendungen überführt werden.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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