Die kanarische Regierung hat am 10. September 2026 im Pressebericht der Consejería de Bienestar Social mitgeteilt, dass 125,34 Millionen Euro von insgesamt 127,17 Millionen Euro des Componente 22 des Mecanismo de Recuperación y Resiliencia gebunden sind (98,55 Prozent). Bis Anfang September waren nach Angaben der Behörde 86,92 Millionen Euro ausgezahlt worden, knapp 70 Prozent der gebundenen Mittel. Die Consejera Candelaria Delgado stellte das Ergebnis vor dem Parlamento de Canarias als konkreten Schritt zur Transformation des öffentlichen Pflegesystems dar.
Zentrales Projekt ist das Programa de Apoyo a la Permanencia en el Hogar, das mit 22,8 Millionen Euro dotiert und nach Behördenangaben zu 99,9 Prozent umgesetzt ist. Im Jahr 2025 seien demnach 23.449 Pakete für den häuslichen Einsatz und 18.137 mobile Endgeräte beschafft worden – insgesamt mehr als 41.500 technische Lösungen für eine erweiterte Teleassistenz. Zu den gelieferten Geräten gehören stationäre Terminals, Rauch- und Gasdetektoren, Präsenz- und Öffnungssensoren, Sturzerkennung, Multimedia-Geräte sowie Uhren mit Geolokalisierung und Alarmfunktion. Der öffentliche Teleassistenzdienst versorge derzeit mehr als 17.000 Personen; die Behörde rechnet mit 20.000 Nutzerinnen und Nutzern in den kommenden Monaten.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Red Canaria de Digitalización de Centros, die Senioreneinrichtungen und Zentren für Menschen mit Behinderung technisch aufrüstet. Für dieses Vorhaben sind nach Angaben der Consejería mehr als 2,5 Millionen Euro budgetiert; der Ausführungsgrad liegt bei 98,85 Prozent. Bisher wurden 583 75-Zoll-Touch-Panels sowie 1.171 Pakete mit Laptops und Tablets verteilt. Ergänzend fördert die Finanzplanung die digitale Transformation sozialer Dienste, die Einführung von elektronischen Akten und die Entwicklung der Anwendung Alisio für pflegende Angehörige.
Delgado betonte, es gehe nicht um reine Zuschusszahlen, sondern um „erworbene Infrastrukturen, ausgerollte Technologien, modernisierte Zentren und neue Wohnmodelle“, die älteren und pflegebedürftigen Menschen mehr Autonomie und einen Verbleib im gewohnten Umfeld ermöglichen sollen. Die Investitionen sind laut Regierung in die Estrategia de Atención Sociosanitaria de Canarias 2026-2030 mit einer Planung von mehr als 1,326 Milliarden Euro eingebettet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).