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Irene Montero wirbt für offene Vorwahlen in der spanischen Linken

Die Podemos-Politikerin bekräftigte am 14. September 2026 ihre Forderung nach offenen Vorwahlen für eine gemeinsame linke Kandidatur und verwies auf den Bedarf an breiter Beteiligung.

Irene Montero hat am 14. September 2026 ihre Forderung nach offenen Vorwahlen für eine gemeinsame linke Kandidatur in Spanien bekräftigt. Die Europaabgeordnete und frühere Gleichstellungsministerin von Podemos hatte bereits am 12. September 2026 in Madrid angekündigt, sich einer offenen Vorwahl stellen zu wollen, um die Führung eines Bündnisses links des PSOE zu legitimieren.

Montero wirbt für ein Verfahren, das nicht auf Parteimitglieder beschränkt ist. Vorgesehen sind offene Vorwahlen, an denen sich eine möglichst breite Wählerschaft beteiligen kann und in denen auch Persönlichkeiten außerhalb von Podemos kandidieren dürfen. Damit zielt sie auf eine Bündelung der zersplitterten linken Kräfte vor den erwarteten Parlamentswahlen 2027. In jüngsten Äußerungen beschrieb sie das Konzept als Weg, den festgefahrenen Zustand der Linken zu überwinden und „der Gesellschaft das Wort zu geben“.

Faktisch markiert die doppelte öffentliche Setzung – Ankündigung am 12. September und Bestätigung am 14. September 2026 – den Beginn eines organisierten Vorwahlprojekts. Offizielle Details zu Modalitäten, Fristen und Aufsicht der Vorwahlen liegen bislang nicht vor. Ebenso offen ist, ob und in welcher Form andere Formationen wie Sumar mitziehen oder eigene Verfahren bevorzugen. Der PSOE steht als größere Regierungspartei außerhalb dieses Vorwahlvorschlags.

Die strategische Logik hinter Monteros Vorstoß ist klar: Ein offenes Verfahren könnte neue Legitimation schaffen und Sympathisanten jenseits fester Parteigrenzen mobilisieren. Beobachter verweisen zugleich auf Risiken. Offene Vorwahlen können kurzfristig Aufmerksamkeit und Beteiligung steigern, bergen aber die Gefahr, innerlinke Konfliktlinien zuzuspitzen, falls Regeln, Datensicherheit und Schiedsinstanzen nicht eindeutig geklärt sind. In Spanien variieren die Erfahrungen mit parteiinternen oder offenen Auswahlverfahren; ihre Wirkung hängt stark von der Beteiligungsbreite und der Akzeptanz der Ergebnisse ab.

Für die nächsten Wochen wären, sollte der Plan verfolgt werden, drei Punkte entscheidend: erstens ein belastbarer organisatorischer Rahmen mit transparenter Registrierung, zweitens eine Einigung über die Teilnahmebedingungen für Kandidierende aus und außerhalb von Podemos, drittens ein politischer Fahrplan, der Schnittstellen zu anderen linken Akteuren und zu einem gemeinsamen Programm definiert. Erst wenn darüber Klarheit besteht, lässt sich einschätzen, ob offene Vorwahlen die erhoffte Bündelungskraft entfalten oder nur eine weitere Vorstufe im Wettbewerb zwischen Podemos und Sumar werden.

Zeitlich liegen die Äußerungen innerhalb der aktuellen politischen Debatte; ein formaler Wahltermin wurde nicht ausgerufen. Die Aussagen sind spanienweit relevant, weil sie auf die Konfiguration des linken Lagers zielen und potenziell den Wahlmodus der Opposition links des PSOE prägen könnten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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