Polizei & Justiz

Guardia Civil zerschlägt Netzwerk für Online-Betrug in Castro Urdiales und Bilbao

Fünf Festnahmen nach Anzeige einer Firma aus La Rioja über 65.431 Euro; Ermittler berichten von hierarchischer Struktur, Scheinfirmen und Konten von „Mulas“.

Die Guardia Civil hat fünf Personen – vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 40 und 68 Jahren – wegen des Verdachts auf Online-Betrug und Geldwäsche festgenommen. Nach Angaben der Ermittler operierte das Netzwerk aus Castro Urdiales (Kantabrien) und Bilbao (Bizkaia). Auslöser der Operation war die Anzeige eines Unternehmens aus La Rioja, das um 65.431 Euro gebracht worden sein soll.

Den Festgenommenen werden – in unterschiedlichen Beteiligungsgraden – Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Betrug, Geldwäsche, Urkundenfälschung und Anmaßung fremder Identität zur Last gelegt. Nach Darstellung der Guardia Civil handelte es sich um eine organisierte und hierarchisierte Struktur. Ein Teil der Gruppe soll potenzielle Opfer über vorgetäuschte Geschäftsvorgänge angeworben haben, während andere die entwendeten Gelder entgegennahmen, verteilten und verschleierten. Zur Erschwerung der Nachverfolgung seien Scheinunternehmen gegründet und Bankkonten auf den Namen Dritter genutzt worden; solche Kontoinhaber werden im Polizeijargon als „Mulas“ bezeichnet. Über diese Konten seien die Beträge kanalisiert und in Teilbeträge aufgespalten worden, um die Spur zu verwischen.

Die Festnahmen erfolgten in Castro Urdiales und Bilbao. Nach Medienberichten und Angaben der Guardia Civil besitzen die Beschuldigten spanische, rumänische und argentinische Staatsangehörigkeiten. Sie wurden der Justiz überstellt; zu möglichen Haft- oder Auflagenentscheidungen lagen zunächst keine Informationen vor. Weitere Ermittlungen sollen klären, ob es zusätzliche Geschädigte und weitere Transaktionen gibt.

Der Fall folgt bekannten Mustern von Betrugsserien in Spanien: Ausnutzung betrieblicher Zahlungsabläufe, Verwendung vorgeschobener Handelsangebote, Zwischenschaltung von Konten Dritter und rasches Fragmentieren von Geldflüssen. Behörden verweisen regelmäßig darauf, dass schnelle Meldungen durch Geschädigte sowie die umgehende Sperrung von Überweisungen die Chancen erhöhen, Gelder zurückzugewinnen.

Die aktuellen Festnahmen unterstreichen die interregionale Dimension der Tatbegehung und die notwendige Koordination zwischen Einheiten in Kantabrien, Bizkaia und La Rioja. Für Unternehmen bleibt die Vorsorge zentral: Vor größeren Zahlungen sollten Empfängerkonten, Identitäten und Vertragsmodalitäten unabhängig – etwa über bekannte Rufnummern oder alternative Kommunikationswege – verifiziert werden. Umfang und Schäden der nun offengelegten Serie sind Gegenstand des laufenden Verfahrens; belastbare Angaben dazu werden erst durch gerichtliche Akten und offizielle Mitteilungen zu erwarten sein.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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