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Guardia-Civil-Vize: Anrufe von Marlaska und Direktorin lösten interne Prüfungen aus

Der stellvertretende operative Direktor der Guardia Civil hat dem Ermittlungsrichter Santiago Pedraz schriftlich berichtet, Anrufe des Innenministers und der Direktorin hätten interne Verfahren gegen Mitglieder der UCO angestoßen. Die Justiz prüft den Vorgang.

Der stellvertretende operative Direktor der Guardia Civil, Manuel Llamas, hat dem Richter der Audiencia Nacional, Santiago Pedraz, schriftlich mitgeteilt, dass Anrufe des Innenministers Fernando Grande-Marlaska und der Direktorin der Guardia Civil, Mercedes González, den Start interner Prüfverfahren gegen Angehörige der Ermittlungseinheit UCO ausgelöst hätten. Bekannt wurde die Eingabe am 15. Oktober 2026, nachdem Medien Auszüge veröffentlicht hatten. Auslöser der Kontakte war laut Llamas die Veröffentlichung eines E-Mail-Auszugs von Begoña Gómez am 13. Oktober 2026.

Nach der Darstellung von Llamas führten die Telefonate zur Eröffnung sogenannter informaciones reservadas – interner Prüfungen, die im Disziplinarrecht der Guardia Civil verankert sind. Diese Verfahren betrafen UCO-Beamte, deren Ermittlungen und Berichte zeitlich mit Veröffentlichungen über mutmaßliche Fälle rund um den PSOE zusammenfielen. Ob es sich bei den Anrufen um zulässige Informationsersuchen der politischen Führung oder um unzulässige Einflussnahme auf polizeiliche Arbeit handelte, ist offen. Die Justiz ordnet die Schreiben und Aussagen derzeit ein; eine rechtliche Bewertung steht aus.

Richter Pedraz befasst sich bereits mit Vorgängen, in denen mögliche Eingriffe in Ermittlungen thematisiert werden. Die nun vorliegende schriftliche Mitteilung des Director Adjunto Operativo verlagert den Fokus zusätzlich auf die Rolle der Spitzenebene des Innenressorts und der Guardia Civil. Rechtlich wäre ein politisch motiviertes Eingreifen in interne Prüfungen bedeutsam, weil neben dienstrechtlichen auch strafrechtliche Konsequenzen denkbar wären. Zugleich gilt: Die Eröffnung einer información reservada kann in legitimer Amtsausübung erfolgen, etwa zur Klärung interner Abläufe.

Fest steht zum jetzigen Zeitpunkt, dass Llamas dem Gericht eine schriftliche Darstellung übermittelt hat, die Kontakte von Fernando Grande-Marlaska und Mercedes González benennt, und dass aus diesem Schreiben Inhalte öffentlich wurden. Ungeklärt bleibt, ob die Telefonate eine unzulässige Einflussnahme darstellten. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch die Audiencia Nacional prüfen die Aktenlage, einschließlich der Einlassungen von Führungskräften, UCO-Beamten und beteiligten Stellen.

Die Guardia Civil hatte in der Vergangenheit bereits interne Prüfungen zu Teilen der Vorgänge eingeleitet. Der aktuelle Verfahrensstand beruht auf Behördenakten und Medienberichten, die den zeitlichen Zusammenhang zwischen den Anrufen, der Veröffentlichung des E-Mail-Auszugs von Begoña Gómez und den internen Prüfungen nachzeichnen. Eine gerichtliche Entscheidung, die die Vorwürfe bestätigt oder verwirft, liegt bislang nicht vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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