Die Guardia Civil hat im Hafen von Melilla einen Autofahrer festgenommen, der 25,1 Kilogramm Haschisch in seinem Fahrzeug verbarg. Nach Angaben der Sicherheitskräfte wurde die Drogenladung bei einer Sicherheitskontrolle vor dem Einschiffen auf die Fähre nach Málaga entdeckt. Das Rauschgift war in insgesamt 56 Pakete aufgeteilt und im Kraftstofftank des Wagens versteckt. Der Festgenommene wurde den Justizbehörden überstellt.
Die Kontrolle erfolgte im Bereich der Abfertigung, wo Fahrzeuge und Gepäck routinemäßig geprüft werden. Laut der Darstellung der Guardia Civil fiel das Auto bei der Vorprüfung auf; eine eingehendere Untersuchung brachte die Pakete im Tank zum Vorschein. Hinweise zur Identität des Fahrers oder zu möglichen Hintermännern machten die Behörden zunächst nicht öffentlich.
Die Ermittler ordnen den Fund dem anhaltenden Versuch krimineller Gruppen zu, Betäubungsmittel über die maritimen Verbindungen vom nordafrikanischen Exklave-Gebiet nach Andalusien zu schmuggeln. Der Hafen von Melilla gilt aufgrund der Lage an der Grenze zu Marokko und der regelmäßigen Fährverbindungen als neuralgischer Punkt für Schmuggelrouten in Richtung spanisches Festland. In der Vergangenheit wurden bei ähnlichen Kontrollen wiederholt Drogenverstecke in Fahrzeugteilen festgestellt, darunter auch in Treibstofftanks.
Nach Behördenangaben dienen die engmaschigen Kontrollen der Guardia Civil dazu, sicherheitsrelevante Risiken und Schmuggel zu unterbinden, ohne den Verkehrsfluss unnötig zu behindern. Auswirkungen auf den planmäßigen Fährbetrieb blieben in diesem Fall nach den vorliegenden Berichten gering. Die weiteren Schritte liegen nun bei der zuständigen Ermittlungs- und Justizinstanz; über eine formelle Anklage oder eventuelle Verbindungen zu größeren Strukturen des Drogenhandels informierten die Behörden bislang nicht.
Spanien registriert seit Jahren regelmäßige Sicherstellungen von Haschischsendungen, die häufig aus dem Maghreb stammen und teils in Fahrzeugverstecken transportiert werden. Der aktuelle Fall aus dem Hafen von Melilla zeigt, dass Anpassungen der Schmuggelmethoden – etwa die Nutzung von Hohlräumen in der Fahrzeugtechnik – von den Kontrollkräften mit entsprechenden Maßnahmen beantwortet werden. Die Guardia Civil betont, dass derartige Funde Ergebnis gezielter Risikoanalysen und technischer Überprüfungen vor dem Boarding seien.
Die Ermittlungen zu Herkunft, Bestimmungsort und möglichen Tatbeteiligten dauern an. Weitere Angaben wollen die Behörden nach Abschluss erster Auswertungen machen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).