Die Guardia Civil hat eine professionelle Indoor-Plantage in einer Wohnsiedlung von Ontinyent in der Provinz Valencia ausgehoben. Nach Angaben der Sicherheitskräfte wurden in einem Einfamilienhaus rund 400 Pflanzen der Art Cannabis sativa sichergestellt, die sich auf vier getrennte Räume verteilten. Die Beamten beschlagnahmten zudem die komplette Aufzuchttechnik, darunter Beleuchtungs-, Belüftungs- und Kontrollsysteme, sowie ein Videoüberwachungssystem.
Mitgeteilt wurde der Einsatz am 17. Oktober. Ob es im Zuge der Maßnahme zu Festnahmen kam, teilte die Guardia Civil zunächst nicht mit. Die Ermittlungen dauern an. Zuständig für das weitere Verfahren ist die Justiz in der Provinz Valencia. In Spanien prüfen die Behörden derartige Sachverhalte in der Regel nach dem Strafgesetzbuch; welche konkreten Tatbestände in Ontinyent zur Anwendung kommen, bleibt der Entscheidung der Ermittlungs- und Justizbehörden vorbehalten.
Die Zivilgarde beschreibt in vergleichbaren Fällen professionell eingerichtete „Indoor“-Anlagen als vollständig umgewidmete Wohnräume, die auf kontrollierte Klimabedingungen ausgelegt sind. Das in Ontinyent sichergestellte Technikpaket – von starker Beleuchtung über die regelbare Belüftung bis hin zu Steuergeräten – entspricht dieser Beschreibung. Mehrere voneinander abgetrennte Bereiche weisen typischerweise auf unterschiedliche Wachstumsphasen hin. Solche Installationen werden von den Behörden auch deshalb als Gefährdung eingestuft, weil unsachgemäße Elektroinstallationen Brandrisiken bergen können. Konkrete Angaben zu einer möglichen Strommanipulation in dem betroffenen Haus machte die Guardia Civil in dieser Mitteilung jedoch nicht.
Ontinyent und weitere Gemeinden der Provinz Valencia verzeichnen seit Längerem regelmäßig Einsätze gegen sogenannte Indoor-Plantagebetriebe. Die Guardia Civil begründet anhaltende Kontrollen mit der häufig organisierten Struktur des Anbaus sowie dem Ziel, Produktion und Vertrieb illegaler Betäubungsmittel zu unterbinden. Die Sicherstellung der Aufzucht- und Überwachungstechnik dient dabei der Unterbindung weiterer Ernten und der Beweissicherung für das anschließende Verfahren.
Fest steht: In dem Haus in Ontinyent wurden etwa 400 Cannabis-Pflanzen in vier Räumen entdeckt, Aufzucht- und Überwachungstechnik wurde sichergestellt, und die Untersuchung des Falls läuft weiter. Aussagen über mögliche Netzwerke, Absatzwege oder internationale Bezüge sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht belegt. Weitere Informationen wollen die Behörden nach Abschluss erster Auswertungen veröffentlichen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).