Santiago de Compostela, 7. September 2026 — Die Xunta de Galicia hat verteidigt, dass Präsident Alfonso Rueda der wöchentlichen Sitzung des Consello fernblieb, um in Madrid am Forum Europa des Nueva Economía Fórum teilzunehmen. Dort trat er an der Seite des Präsidenten der Autonomen Stadt Ceuta, Juan Jesús Vivas, auf. Der Conselleiro für Präsidentschaft, Diego Calvo, der Rueda in der Sitzung vertrat, sagte, dies sei „der beste Ort, an dem er heute sein konnte“.
Calvo leitete die Sitzung des Consello in Santiago de Compostela und erklärte anschließend vor der Presse, die Beratungen seien „mit totaler Normalität“ verlaufen. Rueda sei über alle beschlossenen Punkte informiert worden. Konkrete Verschiebungen oder rechtliche Folgen durch die Abwesenheit nannte die Regierung nicht.
Der Auftritt in der spanischen Hauptstadt war Teil der Veranstaltungsreihe Forum Europa. Vivas nutzte den Auftritt, um die Lage in Ceuta politisch einzuordnen. Aus dem Umfeld des Partido Popular nahmen weitere Amtsträger teil. Die Xunta verwies darauf, der Besuch in Madrid diene der politischen Unterstützung eines Amtskollegen.
Die Opposition kritisierte die Prioritätensetzung. Der Vorsitzende der PSdeG, José Ramón Gómez Besteiro, warf Rueda vor, interne Parteitermine und Auftritte außerhalb Galiciens über die Leitung der eigenen Regierung zu stellen. Auch die Sprecherin des Bloque Nacionalista Galego, Ana Pontón, beanstandete, Rueda vernachlässige seine Aufgaben im Consello, wenn er parallel parteinahen Terminen folge. Beide knüpften damit an frühere Diskussionen über wiederholte Abwesenheiten des Präsidenten bei der wöchentlichen Kabinettssitzung an.
Die Xunta wies die Vorwürfe zurück. Calvo betonte, Beschlüsse mit größerer Tragweite würden im Gremium sorgfältig vorbereitet, und die Arbeitsfähigkeit des Consello sei gewährleistet. Inhaltliche Schwerpunkte der aktuellen Sitzung nannte die Regierung ohne Hinweis auf Verzögerungen oder Vertagungen.
Zugleich stellte Calvo klar, dass Rueda mit Blick auf die Ereignisse in Ceuta im Austausch mit seinem Amtskollegen stehe. Der Termin in Madrid sei in den Kalender des Präsidenten integriert worden, ohne die Handlungsfähigkeit der Regionalregierung zu beeinträchtigen. Weitere politische Schritte im Zusammenhang mit Ceuta kündigte die Xunta nicht an.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).